Freitag, 01. Dezember 2017

KURZMELDUNGEN

US-Außenminister: "New York Times" meldet bevorstehenden Tillerson-Rauswurf

US-Außenminister Rex Tillerson soll einem Medienbericht zufolge womöglich abgelöst werden. An seine Stelle solle in den kommenden Wochen CIA-Direktor Mike Pompeo rücken. Das berichtet die "New York Times" am Donnerstag unter Berufung auf hochrangige Regierungsvertreter. Es sei jedoch noch nicht klar, ob Präsident Donald Trump dem Vorhaben endgültig zugestimmt habe. Mit Tillersons Abgang war schon lange gerechnet worden. Der Minister war in der Vergangenheit mehrfach von Trump brüskiert worden. Unter anderem distanzierte sich der Präsident öffentlich vom Nordkorea-Kurs Tillersons. Dieser hatte sich für Verhandlungen mit Pjöngjang eingesetzt. (kev/rem)

Nordkorea: Deutschland schränkt diplomatische Beziehungen ein

Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas schränkt Deutschland seine diplomatischen Beziehungen zu dem Land ein. Ein deutscher Diplomat wird aus der Hauptstadt Pjöngjang abgezogen, wie Außenminister Sigmar Gabriel in Washington sagte. Den von den USA geforderten Abzug des Botschafters aus Pjöngjang lehnt Deutschland aber weiter ab. Den Abzug des Diplomaten teilte das Auswärtige Amt dem nordkoreanischen Botschafter bereits am Mittwoch bei einer Einbestellung mit, noch vor der US-Forderung, den deutschen Botschafter aus Pjöngjang abzuziehen. Die Nordkoreaner wurden aufgefordert, ebenfalls einen Diplomaten aus Berlin zurückzubeordern. Der deutsche Botschafter in Pjöngjang, Thomas Schäfer, zählt zu den erfahrensten westlichen Diplomaten in Nordkorea. Er war schon von 2007 bis 2010 Botschafter dort und kehrte 2013 in die nordkoreanische Hauptstadt zurück. (bau/dpa)

Studie: Anteil der Muslime in Deutschland steigt auch ohne Migration

Der Anteil der Muslime dürfte in Deutschland bis 2050 von derzeit sechs auf elf Prozent steigen. Das geht aus einer Studie des US-Forschungsinstituts Pew hervor. Voraussetzung für dieses Szenario ist, dass keine weiteren Flüchtlinge nach Deutschland kommen und sich die Zuwanderung im mittleren Tempo fortsetzt. Für die Studie hat das Pew-Institut Daten aus allen EU-Staaten, Norwegen und der Schweiz ausgewertet. Demnach lag der Anteil der Muslime in Europa 2016 bei 4,9 Prozent. Abgesehen von der Migration gibt es der Studie zufolge zwei Gründe für den steigenden Anteil der Muslime: Sie sind europaweit im Durchschnitt 13 Jahre jünger als der Rest der Bevölkerung und die Geburtenrate der Muslime ist höher. Sollte die Zuwanderung auf dem Niveau der Jahre 2014 bis 2016 bleiben, läge der Anteil der Muslime in Deutschland bei 20 Prozent. (ez/cte/dpa)

Brexit-Folge: Einwanderung nach Großbritannien bricht ein

Seit dem Brexit-Votum im Juni 2016 haben Zehntausende EU-Bürger Großbritannien den Rücken gekehrt. Die Nettozuwanderung in das Vereinigte Königreich fiel um 106.000 auf 230.000, teilte das nationale britische Statistikamt mit. Auch die Zahl der Neuankömmlinge sinkt auf der Insel. "Diese Veränderungen lassen vermuten, dass der Brexit wahrscheinlich ein Faktor bei der Entscheidung der Menschen ist, nach Großbritannien zu kommen oder zu gehen", sagte Nicola White vom britischen Statistikamt. Verfechter eines britischen Ausscheidens aus der Europäischen Union hatten vor der Abstimmung Ressentiments gegen Einwanderer aus der EU geschürt. Auch Premierministerin May hat angekündigt, die Nettozuwanderung zu senken, auf einige Zehntausend pro Jahr. (ez/beb)

Rohingya-Flüchtlinge: Papst bittet um Hilfe für Bangladesch

Papst Franziskus hat von der internationalen Gemeinschaft Hilfe für Bangladesch gefordert. Aus dem Bundesstaat Rakhine in Burma sind Hunderttausende Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit in das Nachbarland geflüchtet. Die Vereinten Nationen sprechen von "ethnischer Säuberung". Die Krise gilt als eine der derzeit größten humanitären Katastrophen der Welt. Bangladeschs Staatspräsident forderte im Beisein des Papstes eine sichere Rückkehr der Rohingya-Flüchtlinge nach Burma. (bau/dpa)

Bitcoin: Wirtschaftsexperten warnen vor der Kryptowährung

Die Finanzaufsicht Bafin beobachtet den rasanten Kursanstieg der Digitalwährung Bitcoin mit Skepsis. Spekulanten am Markt würden zu massiven Kursschwankungen beitragen. Im Zweifelsfall drohe ein Totalverlust. Wirtschaftsexperten warnen Privatanleger davor, Bitcoins als lohnende Geldanlage zu betrachten. Der Kurs sei erheblichen Schwankungen ausgesetzt, die drastischen Kursgewinne - plus 1300 Prozent in einem Jahr - deuten auf eine Spekulationsblase hin. Bei deren Platzen könnten Anleger viel Geld verlieren.Nobelpreisträger Joseph Stiglitz fordert gar ein Vorgehen des Gesetzgebers gegen die Cyberwährung. (beb/bau/dpa)

Red Bull kann sich Blau-Silber-Farbkombination nicht schützen lassen

Der Getränkehersteller Red Bull kann eine Farbkombination aus Blau und Silber nicht als Farbmarke schützen lassen. Das EU-Gericht in Luxemburg entschied nach Klage einer polnischen Firma, dass die beantragte Marke nicht präzise genug formuliert und damit nicht ausreichend abgegrenzt sei. Red Bull habe in der Beschreibung der Marke lediglich die beiden Farbtöne sowie ein Verhältnis von etwa fünfzig zu fünfzig aufgeführt, sagte ein Gerichtssprecher. Das reicht aus Sicht des Gerichts aber nicht aus. Für eine klar abgrenzbare Farbmarke sei eine genauere Beschreibung der Zusammenstellung nötig. (beb/dpa)

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