Mittwoch, 29. November 2017

KURZMELDUNGEN

Angriff auf Altena-Bürgermeister: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes

Nach der Messerattacke auf den Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein, hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen versuchten Mordes gegen einen 56-Jährigen erlassen. Es handelte sich offenbar um eine spontane Tat. Das sagte Oberstaatsanwalt Gerhard Pauli bei einer Pressekonferenz in Hagen am Dienstag. Der arbeitslose Maurer hatte den für sein Engagement für Flüchtlinge bekannten Bürgermeister am Montagabend in einem Dönergrill in Altena (Nordrhein-Westfalen) angegriffen und leicht am Hals verletzt. Die Ermittler gehen von einer spontanen Tat aus, da der angetrunkene Täter erst im Imbiss bemerkt habe, dass der andere Kunde der Bürgermeister war. (rem/bbr/dpa)

Ursula Haverbeck: Holocaust-Leugnerin soll für 14 Monate in Haft

Die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck soll für 14 Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Detmold sieht es als erwiesen an, dass sie sich der Volksverhetzung schuldig gemacht hat. Haverbeck hatte 2016 in Briefen und Schriften den Völkermord an den europäischen Juden geleugnet. Mehrere Amtsgerichte hatten sie daraufhin zu Freiheitsstrafen bis zu elf Monaten verurteilt. Dagegen war Haverbeck in Berufung gegangen. Ihre Anwälte kündigten nun an, das Oberlandesgericht Hamm als letzte Instanz einzuschalten. Sie plädieren auf Freispruch.(bau/dpa)

Bundesverwaltungsgericht: Klagen gegen Elbvertiefung abgewiesen

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Klagen von Fischern sowie der Gemeinden Cuxhaven und Otterndorf gegen die geplante Elbvertiefung abgewiesen. Die Planungen litten nicht an Fehlern oder Abwägungsmängeln, entschieden die Richter am Dienstag in Leipzig. Rund 50 Berufsfischer fürchten um ihre Existenz, weil durch die Elbvertiefung etwa traditionelle Fangplätze wegfielen. Die Gemeinden Cuxhaven und Otterndorf hatten ins Feld geführt, dass die Elbvertiefung gravierende Auswirkungen auf den Tourismus und den Hochwasserschutz haben werde. Diesen Einwänden folgte das Gericht jedoch nicht. Damit hat die umstrittene Vertiefung der Elbe eine weitere Hürde genommen. (rem/fdi/dpa)

Schlecker-Prozess: Kinder des Ex-Drogeriekönigs gehen in Revision

Die Kinder des ehemaligen Drogerieunternehmers Anton Schlecker wollen sich nicht mit den gegen sie verhängten Gefängnisstrafen abfinden. Ein Sprecher des Landgerichts Stuttgart bestätigte, dass Lars und Meike Schlecker Revision gegen das Urteil eingelegt hätten. Damit geht der Prozess vor den Bundesgerichtshof, der das Urteil auf Verfahrensfehler prüft. Die beiden Schlecker-Nachkommen wurden am Montag unter anderem wegen Bankrotts, Untreue und Insolvenzverschleppung zu Haftstrafen von 33 und 32 Monaten verurteilt. (bam/bau/dpa)

Flüchtlinge: Mehr als 3000 Tote und Vermisste im Mittelmeer

Auf der Flucht über das Mittelmeer sind seit Jahresbeginn bereits mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen, allein 2802 Migranten und Flüchtlinge starben auf der zentralen Route zwischen Libyen und Italien. Das teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mit. Das sind deutlich weniger als im Vorjahr. 2016 wurden 5143 Menschen für tot erklärt oder gelten seitdem als vermisst. 2017 ging auch die Zahl der ankommenden Migranten zurück. Bis Ende November dieses Jahres waren es 174.509; im vergangenen Jahr erreichten 387.895 Menschen Europa.  (bau/dpa)

Burma: Papst verzichtet auf Nennung der Rohingya

Bei seinem Besuch in Burma hat Papst Franziskus die Verfolgung der Rohingya nur indirekt angesprochen. Wohl aus Furcht vor neuer Gewalt verzichtete das Kirchenoberhaupt auf die namentliche Nennung der muslimischen Minderheit. Ranguns Erzbischof Charles Bo hatte ihm zuvor dringend dazu geraten. Stattdessen rief Franziskus zu "Achtung jeder Volksgruppen" auf. Nach einem Treffen mit der De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi sagte der Papst, eine friedliche Zukunft des Landes müsse auf diesem Grundsatz sowie der Achtung der Menschenrechte aufgebaut werden. (rem/dpa)

Boris Becker: Ex-Tennisstar verklagt Ex-Manager

Ex-Tennisstar Boris Becker zieht gegen einen seiner ehemaligen Manager vor Gericht. Der frühere Wimbledon-Sieger habe Klage gegen den Mann eingereicht, erklärte eine Sprecherin des Kölner Landgerichts. Den Angaben zufolge sollen beide Seiten einst einen mündlichen Vertrag geschlossen haben, der Manager habe Becker unter anderem Auftritte organisieren sollen. Mit der Abwicklung sei Becker dann aber im Laufe der Geschäftsbeziehung nicht einverstanden gewesen. Der vorläufige Streitwert sei von der Klägerseite mit 100.000 Euro angegeben worden, sagte die Gerichtssprecherin. Verhandlungstermin sei am 19. Januar. Das Gericht habe persönliches Erscheinen angeordnet. (fok/dpa)

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