Dienstag, 28. November 2017

KURZMELDUNGEN

Glyphosat: EU verlängert umstrittene Zulassung um fünf Jahre

Die EU-Mitgliedsländer haben der Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat für weitere fünf Jahre zugestimmt. Dies teilte die EU-Kommission am Montag mit. Zuvor war die Entscheidung mehrfach verschoben worden. Die bisherige Lizenz endet am 15. Dezember. Ein Vermittlungsausschuss erzielte nun den entscheidenden Kompromiss. 

Glyphosat ist ein sehr wirksames Unkrautgift, gilt als preiswert und wird weltweit in der Landwirtschaft genutzt, um Ernten zu verbessern. Umstritten ist es wegen des Verdachts, Krebs erregend zu sein und die Umwelt zu schädigen.(rem/jme/dpa)

Berlin-Attentat: Weitere Ermittlungspanne im Fall Anis Amri

Im Fall des islamistischen Attentäters Anis Amri ist eine weitere Ermittlungspanne bekannt geworden. Fotos, auf denen Amri mit Waffen posiert, seien bei der Auswertung seines Handys wegen eines Datenfilters übersehen worden. Das erklärte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montag in Düsseldorf. Amris Mobiltelefon war Monate vor dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt beschlagnahmt und im NRW-Landeskriminalamt von der Ermittlungskommission "Ventum" ausgewertet worden. Darauf seien über 12.000 Mediendateien gespeichert gewesen. Darunter war auch ein Foto, das den Attentäter zeigte, wie er eine Schusswaffe in die Kamera hielt. (rem/dpa)

Kunstaktion gegen Höcke: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Aktivisten

Nach der Mahnmal-Aktion gegen den AfD-Politiker Björn Höcke in dessen Thüringer Wohnort Bornhagen ermittelt die Staatsanwaltschaft Mühlhausen gegen die Aktivisten. Gegen das Künstlerkollektiv "Zentrum für Politische Schönheit" bestehe der Anfangsverdacht auf versuchte Nötigung, sagte Behördensprecher Dirk Germerodt am Montag. Es gehe um die Aufforderung an den Politiker, vor dem Holocaust-Denkmal in Berlin oder vor dem Nachbau auf einem Nachbargrundstück Höckes auf Knien um Vergebung für die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs zu bitten - anderenfalls würden in der Vergangenheit über Höcke gesammelte Informationen veröffentlicht. (rem/dpa)

Bali: Tausende Deutsche stecken auf Urlaubsinsel fest

Etwa 5500 bis 6000 Reisende aus Deutschland stecken auf Bali fest, wie der Deutsche Reiseverband (DRV) mitteilt. Aus Angst vor einem Vulkanausbruch und der kilometerhohen Rauchwolke über dem Berg Mount Agung ruht der internationale Flugverkehr. Die Behörden haben die höchste Warnstufe ausgerufen. Das Gebiet im Umkreis von 10 Kilometern erklärten sie zur Sperrzone. In den rund 70 Kilometer entfernten Urlaubsorten Kuta, Seminyak und Nusa Dua bestehe aber keine unmittelbare Gefahr. Verletzt wurde bisher niemand. Die indonesische Regierung forderte rund 100.000 Menschen auf, die Umgebung zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. (bau/dpa)

Spekulationsblase: Kurs der Zocker-Währung Bitcoin explodiert

Die hochspekulative Rekordjagd bei der umstrittenen Digitalwährung Bitcoin geht weiter: Am Montag war der Kurs in Richtung 10.000 Dollar pro Bitcoin geklettert. Zeitweise stieg der Bitcoin je nach Handelsplattform auf über 9700 Dollar. Im Vergleich zum Freitag ist das ein Kursgewinn von fast 18 Prozent. Zu Beginn des Jahres wurde der Bitcoin noch unter der Marke von 1000 Dollar gehandelt. Für die aktuelle Tempoverschärfung bei der Rekordjagd sehen Marktbeobachter keinen konkreten Grund. Obwohl es immer wieder Warnungen vor einer gefährlichen Preisblase bei der Digitalwährung gibt, scheint der Bitcoin bei immer mehr Anlegern auf Interesse zu stoßen. (dpa/rem)

Borussia Dortmund: Götze fällt wochenlang aus

Mario Götze hat im Derby gegen Schalke Bänderteilrisse im oberen und unteren Sprunggelenk des rechten Fußes erlitten, weshalb der Nationalspieler sechs Wochen ausfällt. Eine Rückkehr ist erst für die Rückrunde angedacht. Der 25-Jährige hatte erst in dieser Saison nach einer Stoffwechselerkrankung sein Comeback beim BVB sowie in der deutschen Nationalmannschaft. Neben Götze fallen in den kommenden Wochen auch Lukasz Piszcek, Erik Durm, Sebastian Rode, Marco Reus und Alexander Isak aus. (krä/dpa)

England: Prinz Harry hat sich mit Meghan Markle verlobt

Der britische Prinz Harry und seine Freundin Meghan Markle haben ihre Verlobung verkündet. Das teilte der Kensington Palace auf Twitter mit. Die Hochzeit ist demnach für das Frühjahr 2018 geplant. Harry habe die Queen sowie weitere enge Mitglieder des Königshauses über die Entscheidung informiert, heißt es in einem weiteren Tweet. Königin Elizabeth II und ihr Mann Philipp wünschten den Verlobten alles erdenkliche Glück, na klar. Am Nachmittag werde sich das Paar im Kensington-Palast der Öffentlichkeit zeigen. Harrys Vater sei erfreut, die Hochzeit seines 33-jährigen Sohnes ankündigen zu dürfen, hieß es in einer Mitteilung aus dem Clarence House, der Londoner Residenz von Prinz Charles. (mxw/rem/dpa)

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