Samstag, 25. November 2017

KURZMELDUNGEN

Ägypten: Staatssender meldet mehr als 230 Tote bei Anschlag

Im ägyptischen Bir al-Abed auf der Sinai-Halbinsel ist während des Freitagsgebets ein Bombenanschlag auf eine Moschee verübt worden. Das Staatsfernsehen berichtet, mindestens 235 Menschen seien getötet und mindestens 125 verletzt worden. Die Angreifer zündeten nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehrere Sprengsätze, als die Gläubigen aus der Moschee kamen. Bislang hat sich noch niemand zu der Tat bekannt. Die ägyptische Regierung rief dem staatlichen Fernsehen zufolge eine dreitägige Staatstrauer aus. (bau/dpa)

Trumps Russlandaffäre: Ex-Berater Flynn will offenbar mit Ermittlern kooperieren

Der frühere Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, soll in der Russlandaffäre zur Kooperation mit Sonderermittler Robert Mueller bereit sein. Mueller ermittelt wegen mutmaßlich illegaler Russlandkontakte von Trumps Wahlkampfteam. Flynn war im Februar nach nur drei Wochen im Amt wegen dubioser Kontakte zum russischen Botschafter in Washington zurückgetreten. Bislang hatten Flynns Anwälte ihre Informationen mit Trumps Anwaltsteam geteilt. Diese Kooperation sei nun beendet, berichtet die "New York Times" - ein Indiz für einen Seitenwechsel Flynns. (cte/bau/dpa)

Simbabwe: Mnangagwa als neuer Präsident vereidigt

In Simbabwe wurde nach dem Putsch gegen Langzeitherrscher Robert Mugabe Emmerson Mnangagwa als neuer Präsident vereidigt. Mnangagwa ist seit Jahrzehnten führendes Mitglied der politischen Elite und gilt als Verbündeter des Militärs. Anfang November entließ Mugabe ihn als seinen Vize-Präsidenten, womöglich war das der Anlass für den Militärputsch. Mugabe steht seitdem unter Hausarrest. Opposition und Vertreter der internationalen Gemeinschaft verlangten eine rasche Rückkehr zur Demokratie. (cht/bau)

Worms: Stadt scheitert beim Versuch, Mitarbeiter wegen rassistischer Hetze rauszuwerfen

Wegen rassistischer Hetze und positiver Äußerungen über Adolf Hitler in einer privaten WhatsApp-Gruppe wollte der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel fünf Mitarbeiter entlassen. Ein Teilnehmer des Chats hatte seinen Vorgesetzten informiert. Die Beamten klagten gegen ihre Kündigung, vier von ihnen bekamen Mitte November vor dem Arbeitsgericht Mainz Recht. Die Aussagen im privaten Umfeld seien kein Kündigungsgrund, da die Staatsdiener sich auf die Vertraulichkeit ihrer Unterhaltung verlassen dürften. Die Stadt hat noch nicht entschieden, ob sie in Revision geht. (lov/bau)

Nach Tibet-Protesten: DFB setzt Testspiele der chinesischen U20 aus

Das Gastspiel der chinesischen U20-Auswahl ist vorerst ins nächste Jahr verschoben. Das teilte der DFB am Freitag mit. Wegen anhaltender Tibet-Proteste habe man sich mit Chinas Verband darauf verständigt, die geplanten Testspiele in der Fußball-Regionalliga auszusetzen. Die beiden Verbände wollen nun im Dialog klären, wie man das umstrittene Projekt in naher Zukunft fortsetzen kann. "Wir bedauern aufrichtig, die Serie verschieben zum müssen", sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann. Man werde nun die entstandene Situation in aller Ruhe und Offenheit besprechen, um im Sinne des Sports eine vernünftige Lösung zu finden. (rem/dpa)

Großauftrag: Sig Sauer wirft Bundeswehr Bevorzugung vor

Der Waffenhersteller Sig Sauer hat unter heftigem Protest seine Teilnahme an einer Ausschreibung für ein neues Sturmgewehr zurückgezogen. Gleichzeitig erhebt der Waffenhersteller schwere Vorwürfe: Die von der Bundeswehr geforderten technischen Anforderungen seien zu eindeutig auf den Wettbewerber und G36-Hersteller Heckler & Koch zugeschnitten. "An einer Ausschreibung, deren Rahmenbedingungen so klar auf einen Wettbewerber zugeschnitten sind, werden wir uns jedoch nicht mit der Abgabe eines Angebotes beteiligen", teilte Sig Sauer Geschäftsführer Franz von Stauffenberg mit. Das Unternehmen will sich aber ausdrücklich offenhalten, eine Beteiligung an dem Auftrag gerichtlich einzuklagen. (rem/beb)

​Frankfurt: Europaviertel soll neues Hochhaus bekommen

Auf einem der letzten freien Baugrundstücke im Frankfurter Europaviertel soll ein 60 Meter hoher Büroturm entstehen. Der aus einem Wettbewerb hervorgegangene Vorschlag des Berliner Architektenbüros Eike Becker sieht ein H-förmiges Hochhaus mit einem angrenzenden Hotel vor. In dem Gebäude sollen bis zu 3000 Arbeitsplätze entstehen. Das siebengeschossige Hotel ist für knapp 350 Zimmer ausgelegt. Im Herbst 2018 soll der Bau beginnen, Ende 2020 soll das Hochhaus fertig sein. (bau/dpa)

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