Mittwoch, 22. November 2017

KURZMELDUNGEN

Simbabwe: Mugabe tritt zurück

Nach fast 40 Jahren an der Macht ist Simbabwes Präsident Robert Mugabe zurückgetreten. Das teilte Parlamentspräsident Jacob Mudenda am Dienstag mit. Mugabe habe die Entscheidung freiwillig getroffen, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Brief des 93-Jährigen. Als Parlamentspräsident Jacob Mudenda das Parlament über das Schreiben informierte, brach unter den Abgeordneten lauter Jubel aus. Das bereits angelaufene Amtsenthebungsverfahren wurde abgebrochen. (rem)

Mehr zu Robert Mugabe und seinen möglichen Nachfolgern in Simbabwe lesen Sie hier.

Großrazzia gegen Islamisten in Deutschland: Sechs mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen

Die Polizei hat am Dienstagmorgen in mehreren deutschen Städten sechs Syrer festgenommen. Die Männer im Alter von 20 bis 28 Jahren sollen als Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) einen Anschlag in Deutschland geplant haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit. Drei der Terrorverdächtigen wurden während der Durchsuchung von acht Wohnungen in Kassel festgenommen, die anderen in Hannover, Essen und Leipzig. Haftbefehle sind bisher nicht beantragt worden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen waren die Anschlagspläne noch nicht sehr weit vorangeschritten, hätten sich allerdings gegen ein öffentliches Ziel in Deutschland gerichtet. Hinweise auf ein konkretes Objekt gebe es noch nicht, sagte Staatsanwalt Christian Hartwig. (zng/dpa)

Zinswetten: Kommunalpolitiker erhalten Bewährungsstrafen

Wegen riskanter Zinswetten mit Millionenverlusten für die Stadt Pforzheim hat ein Gericht die damalige Oberbürgermeisterin und die frühere Kämmerin zu Bewährungsstrafen verurteilt. Sie verurteilte Ex-Oberbürgermeisterin Christel Augenstein (FDP) zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung und die damalige Stadtkämmerin zu zwei Jahren auf Bewährung. Die Anschuldigungen beziehen sich auf Kosten, die durch riskante Finanzgeschäfte zulasten der Stadtkasse Pforzheim entstanden waren. 2010 zog der Gemeinderat der Stadt in Baden-Württemberg die Notbremse - am Ende stand ein Verlust von rund 58 Millionen Euro. Inzwischen ist ein großer Teil des Geldes nach Vergleichen mit den beteiligten Banken wieder in der Kasse. (rem/ssu/asa)

Nachfrageboom: Deutsche Konzerne verkaufen jedes dritte Auto nach China

Starke Verkaufszahlen in China haben für einen Aufschwung bei deutschen Autoherstellern gesorgt. Jedes dritte deutsche Auto wurde im dritten Quartal in China verkauft, wie aus einer Analyse der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young zu den 16 weltweit größten Autokonzernen hervorgeht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verkauften Volkswagen, BMW und Daimler in China im dritten Quartal neun Prozent mehr. Der weltweite Absatz stieg um sechs Prozent. Das wirkt sich auch auf den Umsatz der drei deutschen Hersteller aus, der im bisherigen Jahresverlauf um sieben Prozent auf 364 Milliarden Euro kletterte. In den USA allerdings gingen die deutschen Verkäufe den Angaben zufolge im dritten Quartal um ein Prozent zurück, in Westeuropa stagnierte der Absatz. (ssu/dpa)

G20-Prozess: Drei Jahre Haft für Randalierer

Ein 28-Jähriger, der an den Krawallen beim G20-Gipfel beteiligt war, ist in Hamburg zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das ist die bisher höchste Strafe in einem Prozess wegen der Randale Anfang Juli. Der Angeklagte hatte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Zudem habe das "gut recherchierte Videomaterial" der Polizei die Vorwürfe der Anklage bestätigt, sagte die Richterin. Die Videosequenzen zeigten den Deutschen, wie er in der Nacht zum 8. Juli inmitten vermummter Gestalten eine Filiale der Drogerie Budnikowsky und zwei Supermärkte im Schanzenviertel plünderte sowie Steine und Flaschen auf Polizisten warf. (rem/dpa)

Gericht: Justizmitarbeiter muss Stahlhelm-Tattoo verdecken

Ein Justizmitarbeiter in Hamburg muss eine Unterarmtätowierung im Dienst künftig abdecken. Das ordnete die Präsidentin des Oberlandesgerichts in Hamburg an. Das Tattoo zeigt die Konterfeis von drei Soldaten, mutmaßlich aus der Zeit des Nationalsozialismus, sie tragen Stahlhelm, einer blickt durch ein Fernglas. Der Justizwachtmeister habe dem bereits zugestimmt, teilte eine Sprecherin der Justizbehörde mit. Weitere dienstrechtliche Schritte würden geprüft. Ein Behördensprecher hatte zuvor gesagt: "Eine Einstellungsvoraussetzung wegen des Tattoos wie bei der Polizei gibt es nicht. Nichtsdestotrotz wird auch im Justizvollzugsdienst auf das Erscheinungsbild geachtet." (rem/apr)

Champions League: Zwei deutsche Klubs spielen am Abend

Zwei deutsche Klubs spielen am Dienstagabend in der Fußball Champions League. Anstoß ist jeweils um 20.45 Uhr. Borussia Dortmund empfängt den englischen Fußballverein Tottenham Hotspur, RB Leipzig ist zu Gast beim AS Monaco. Beide Teams brauchen dringend einen Sieg, um die Chancen auf die K.-o.-Runde zu wahren. Die Leipziger hätten mit einem Sieg Platz drei bereits sicher und würden so in jedem Fall im internationalen Wettbewerb überwintern. Die Dortmunder wollen ihre Negativserie beenden und endlich "den Bock umstoßen", so Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Wieder mit dabei ist auch Topstürmer Pierre-Emerick Aubameyang. Er hatte den Borussen am vergangenen Samstag noch wegen einer Suspendierung gefehlt. (rem)

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