Dienstag, 14. November 2017

KURZMELDUNGEN

Verteidigung: 23 EU-Staaten gründen Militärunion

Deutschland und 22 andere EU-Staaten haben sich zu einer weitgehenden militärischen Zusammenarbeit verpflichtet. Bei einer feierlichen Zeremonie in Brüssel unterschrieben am Montag die Außen- und Verteidigungsminister der Länder ein Dokument, das den Grundstein für eine europäische Verteidigungsunion legt. Sie soll die EU unabhängiger von den USA machen und zu einer engen Kooperation bei Rüstungsprojekten führen. "Es war für uns wichtig - gerade nach der Wahl des amerikanischen Präsidenten - uns eigenständig aufzustellen", sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). "Wenn es eine Krise gibt in unserer Nachbarschaft, müssen wir handlungsfähig sein." (rem/dpa)

Polen: Außenministerium verteidigt Aufmarsch von Rechten

Das polnische Außenministerium hat den Aufmarsch von Ultrarechten am Wochenende in Warschau verteidigt. Man verurteile "rassistische, antisemitische und ausländerfeindliche Ideen", teilte das Ministerium der Nachrichtenagentur AP mit. Doch die Demonstration von Rechtsradikalen und Anhängern der nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) am vergangenen Samstag sei "im Wesentlichen ein Ausdruck patriotischer Werte" gewesen. Hintergrund der Aufmärsche war der 99. Jahrestag der Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit Polens im Jahr 1918. Etwa 60.000 Menschen nahmen an der Kundgebung teil, einige Demonstranten trugen rechtsradikale Banner und Symbole. (rem/cte)

Innerkoreanische Grenze: Soldat flieht nach Südkorea

Einem nordkoreanischen Soldaten ist nach Militärangaben trotz Schusswunden die Flucht über die streng bewachte innerkoreanische Grenze gelungen. Der Soldat sei bei der Flucht nach Südkorea im Grenzort Panmunjom von einem nordkoreanischen Grenzposten angeschossen worden, teilte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums am Montag mit. Panmunjom ist der einzige Ort an der über 240 Kilometer langen und vier Kilometer breiten Pufferzone, an dem sich Soldaten beider Länder direkt gegenüberstehen. Nachdem es der Soldat über die Grenze geschafft habe, sei er von südkoreanischen Soldaten gefunden und dann mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden. Wie schwer die Verletzungen sind, war zunächst unklar. (rem/dpa)

Prozess: Familie Schlecker überweist Millionen an Insolvenzverwalter

Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker und seine Kinder haben weitere vier Millionen Euro an den Insolvenzverwalter ihrer 2012 untergegangenen Kette gezahlt. Dies teilten sie am Montag im Prozess vor dem Landgericht Stuttgart mit. Die zusammen mit ihrem Vater angeklagten Kinder Lars und Meike steuerten je eine Million Euro bei, Schleckers Frau überwies auf Bitten ihres Mannes zwei Millionen Euro. Er selbst, sagte Anton Schlecker, habe durch die Insolvenz sein gesamtes Vermögen verloren. Lars Schlecker sprach in einer persönlichen Erklärung von "Schadenswiedergutmachung" - betonte aber zugleich erneut, noch kurz vor der Insolvenz "nicht im Geringsten" mit einer Überschuldung gerechnet zu haben. Seit März steht der einstige Schlecker-Chef vor Gericht. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, im Angesicht der Zahlungsunfähigkeit noch Geld aus dem Unternehmen gezogen zu haben. (rem/dpa)

Volle Kassen: Rente soll 2018 deutlich ansteigen

Die Renten in Deutschland sollen einem Medienbericht zufolge 2018 im Schnitt um mehr als drei Prozent erhöht werden. Das Plus werde in den alten Bundesländern voraussichtlich 3,1 Prozent und in Ostdeutschland 3,2 Prozent betragen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf einen Entwurf des Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung. Bereits im Oktober war bekannt geworden, dass in der Rentenversicherung der Beitragssatz Anfang 2018 um 0,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent sinken könnte. Dem Kanzleramt liegt ein Entwurf einer entsprechenden Verordnung des Arbeitsministeriums vor, die auf einer Kabinettssitzung am 22. November beschlossen werden soll. Auch der Erhöhung der Renten müsste die Regierung erst zustimmen. (apr/beb/rem)

MTV Europe Music Awards: Taylor Swift geht leer aus

Der kanadische Sänger und Songwriter Shawn Mendes hat bei den MTV Europe Music Awards in London vier Preise abgeräumt. Der 19-Jährige, der in fünf Kategorien nominiert war, wurde als bester Künstler und für den besten Song ("There's Nothing Holdin' Me Back") ausgezeichnet. Außerdem gewann er als "Best Canadian Act" und in der Kategorie "Biggest Fans", deren Sieger in der Woche vor den Europe Music Awards über die Anzahl von Hashtags in den sozialen Medien Twitter und Instagram bestimmt wurde. US-Sängerin Taylor Swift ("Look What You Made Me Do"), die mit sechs Nominierungen als Favoritin gehandelt worden war, ging überraschend leer aus. (rem/dpa)

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