Freitag, 03. November 2017

KURZMELDUNGEN

Arbeitslosenzahlen: Niedrigster Wert seit 25 Jahren

Im Zuge des Herbstaufschwungs ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Oktober auf 2,389 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Wert in diesem Monat seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum September nahm die Zahl der Erwerbslosen um 60.000 ab, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Jobsucher um 151.000 zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,4 Prozent. Durch die kräftige Herbstbelebung sei die Arbeitslosigkeit sogar stärker als üblich gesunken, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. (rem/dpa)

Angela Merkel: "Forbes" kürt Kanzlerin zur mächtigsten Frau des Jahres

Zum siebten Mal in Folge hat das US-Magazin "Forbes" Bundeskanzlerin Angela Merkel zur mächtigsten Frau des Jahres gekürt. Die CDU-Politikerin "hält ihren Platz nach einem Sieg in einer heftig umkämpften Wahl", schreibt die Zeitschrift. "Deutschland ist die viertgrößte Wirtschaft nach BIP (Bruttoinlandsprodukt) und die größte, die von einer Frau angeführt wird." Auf dem zweiten Platz der Rangliste landete als Neueinsteigerin Großbritanniens Premierministerin Theresa May, gefolgt von Melinda Gates. Die Demokratin Hillary Clinton, die Donald Trump in der US-Präsidentenwahl unterlag, rutschte vom zweiten auf den 63. Platz. (asc/dpa)

Katalonien-Krise: Puigdemont droht europaweite Fahndung

Trotz Vorladung ist der frühere katalanischen Regionalpräsident Carles Puigdemont nicht vor Gericht in Madrid erschienen. Der höchste spanische Richter kündigte Konsequenzen an. Nun droht Puigdemont die europaweite Fahndung. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und weiteren Mitgliedern seiner früheren Regierung Rebellion, Auflehnung gegen die Staatsgewalt und Veruntreuung öffentlicher Gelder vor. Puigdemont hatte sich kurz vor Anklageerhebung nach Brüssel abgesetzt. Ihm drohen in Spanien bis zu 30 Jahre Haft. (asc/dpa) 

Statistisches Bundesamt: 1,6 Millionen Schutzsuchende in Deutschland

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat erstmals eine genaue Statistik über die Zahl der Schutzsuchenden in Deutschland veröffentlicht. Demnach leben rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland, die Schutz suchen. Damit hält sich etwa jeder sechste Ausländer aus humanitären Gründen in der Bundesrepublik auf. Rund die Hälfte kommt aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Fast zwei Drittel sind Männer. Die Berechnungen stützen sich auf Erhebungen des Ausländerzentralregisters von Ende 2014 bis Ende 2016. Als betroffen gelten Asylsuchende, deren Verfahren läuft, sowie abgelehnte Asylbewerber, die noch nicht ausgereist sind oder abgeschoben wurden. Den größten prozentualen Zuwachs gab es binnen zweier Jahre in Brandenburg (plus 180 Prozent), den niedrigsten in Hamburg (plus 73 Prozent). (dpa/ez)

Heilpraktikerseminar: Psychotherapeut legt Geständnis ab

Zwei Jahre nach dem Massenrausch bei einem Seminar zu erweiterter Wahrnehmung hat der angeklagte Psychotherapeut eingeräumt, damals Drogen verteilt zu haben. Beim Prozess vor dem Landgericht Stade sagte der 52-Jährige, er habe den 27 Teilnehmern Kapseln mit dem Halluzinogen 2C-E angeboten, in denen ohne sein Wissen auch die psychoaktive Substanz DragonFly enthalten gewesen sei. Mehr als 160 Rettungskräfte waren im September 2015 wegen des Vorfalls im niedersächsischen Handeloh im Einsatz: Personen wälzten sich schreiend auf dem Boden, einige wurden bewusstlos. Die Teilnehmer des Seminars und die beiden Organisatoren - der Angeklagte und seine Ehefrau - wurden mit Krämpfen, Wahnvorstellungen und Herzrasen in Krankenhäuser gebracht. (rem/wit)

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