Donnerstag, 02. November 2017

KURZMELDUNGEN

Terror in New York: Trump will Green-Card-Verlosung abschaffen

Nach dem tödlichen Anschlag in Manhattan wurde bekannt, dass der Attentäter Sayfullo Saipov dank der "Green-Card-Lotterie" in die USA kam. Präsident Donald Trump will die Verlosung nun abschaffen. Er wolle stattdessen ein System, das auf den beruflichen Fähigkeiten der Bewerber basiere. Die Green-Card-Verlosung verschafft jährlich bis zu 50.000 Ausländer aus aller Welt einen dauerhaften Aufenthaltsstatus mit Arbeitserlaubnis in den USA. Der 29-jährige Saipov aus Usbekistan hatte am Dienstag mindestens acht Menschen in New York getötet. (ass/dpa)

Nordkorea: Atomtest soll 200 Menschen getötet haben

Nach dem jüngsten Atomtest sind in Nordkorea möglicherweise mehr als 200 Menschen bei einem Tunneleinsturz ums Leben gekommen. Bei einem ersten Einsturz auf dem Testgelände Punggye-ri rund um den 10. September habe es etwa hundert Tote gegeben, berichtete der japanische Sender TV Asahi am Dienstag unter Berufung auf mit dem Vorfall vertraute Personen. Eine Bestätigung für diese Angaben gibt es bislang nicht. Ein zweiter Einsturz während der Rettungsarbeiten könnte laut dem Sender weiteren 100 Menschen das Leben gekostet haben. Auch dies ist noch nicht bestätigt. (asc/dpa)

Jemen: Mehr als 20 Tote bei Luftangriff

Bei einem Luftschlag der saudi-arabischen Allianz im Jemen sind nach Angaben der Rebellen mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen, darunter seien 21 Zivilisten. Die Angriffe hätten ein Hotel, umliegende Läden und einen Markt in der nordjemenitischen Provinz Saada getroffen, teilte ein Sprecher des von den Huthi-Rebellen kontrollierten Gesundheitsministeriums mit. Die Provinz ist eine Hochburg der Huthis, die im Jahr 2015 die Hauptstadt Sanaa und große Gebiete im Nordjemen eingenommen hatten. Saudi-Arabien und sunnitische Verbündete unterstützen die ins Exil geflohene Regierung des Jemen unter anderem mit Luftangriffen auf die Rebellen. (asc/dpa)

Niedersachsen: SPD und CDU wollen Koalitionsverhandlungen aufnehmen

Zweieinhalb Wochen nach der Landtagswahl in Niedersachsen haben sich SPD und CDU geeinigt, über die Bildung einer gemeinsamen Regierung zu sprechen. Das vereinbarten Delegationen beider Parteien in einem Sondierungsgespräch. Es gebe eine hinreichend breite Basis, um in konkrete Verhandlungen einzutreten, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). CDU-Landeschef Bernd Althusmann sagte, es sei das Ziel, noch im November eine Regierung zu bilden. Nach der Wahl am 15. Oktober schien die Regierungsbildung in Niedersachsen zunächst schwierig. (asc/dpa)

Air Berlin: festgesetzte Maschine darf abgeholt werden

Ein Airbus der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin ist auf dem isländischen Flughafen Keflavik gestrandet. Der Flughafenbetreiber Isavia hatte die Maschine Ende Oktober wegen eines Streits um nicht bezahlte Rechnungen festgesetzt. Jetzt darf die Maschine offenbar abheben, berichtet die "FAZ". Air Berlin habe seine ausstehenden Schulden am 30. Oktober bei Isavia beglichen. Dies habe ein Sprecher des Flughafenbetreibers bestätigt. Die Maschine stehe noch am Flughafen, könne aber jederzeit abgeholt werden. (rem/brt)

Missbrauch: Neue Vorwürfe gegen Kevin Spacey

Neben Schauspieler Anthony Rapp haben weitere Männer Belästigungsvorwürfe gegen Kevin Spacey erhoben. Der mexikanische Schauspieler Roberto Cavazos berichtete von Übergriffen und ungewollten sexuellen Avancen durch Spacey während dessen Zeit als künstlerischer Direktor des Londoner Old Vic Theatre. "Viele von uns haben eine 'Kevin-Spacey-Geschichte'. Es brauchte wohl nur einen jungen Mann unter 30, und Herr Spacey fühlte sich frei, uns anzufassen", schrieb der 35-jährige Cavazos auf Facebook. Ihm selbst habe Spacey zweimal "unerfreuliche" Avancen gemacht, die "an Belästigung grenzten", schrieb Cavazos. (rem/asa)

Meinung

Kommentare, Interviews, Essays

Reportagen, Porträts, Dokumentationen

Panorama

Das Beste von SPIEGEL ONLINE

Mein Abend

Empfehlungen für Ihren Feierabend