Dienstag, 31. Oktober 2017

KURZMELDUNGEN

Katalonien: Puigdemont angeklagt

Die spanische Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Kataloniens ehemaligen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont und weitere Angehörige der abgesetzten Regierung erhoben. Die Vorwürfe gegen die Angeklagten lauteten unter anderem auf Rebellion, Auflehnung gegen die Staatsgewalt und Unterschlagung öffentlicher Gelder, sagte Generalstaatsanwalt José Manuel Maza am Montag in Madrid. Man schließe aufgrund der Schwere der Verbrechen keine Maßnahmen - also Inhaftierung und anschließende U-Haft - aus, betonte Maza. Carles Puigdemont ist nach übereinstimmenden Medienberichten derweil nach Belgien gereist. (cte/rem)

Amoklauf von München: Vater von Opfer sorgt für Eklat bei Gerichtsprozess

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Waffenverkäufer des Amokläufers von München ist es zum Eklat gekommen. Während der Verhandlung vor dem Landgericht München stand der Vater eines der Todesopfer auf, schlug mit der Faust gegen eine Trennwand und rief in Richtung des Angeklagten Philipp K.: "Du sollst nie rauskommen!" Der Richter verwies den Nebenkläger des Saals. Der Sohn des Mannes gehört zu den neun Menschen, die beim Amoklauf starben. Der in U-Haft sitzende Angeklagte K. soll Amokläufer David S. die Tatwaffe verkauft haben und ist wegen fahrlässiger Tötung und illegalen Waffenhandels angeklagt. Zum Prozessauftakt hatte er ein Geständnis abgelegt. (lek/dpa)

Waldbrände in Italien: Hunderte müssen ihre Häuser verlassen

Wegen schwerer Waldbrände im Nordwesten Italiens mussten rund tausend Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Am schlimmsten betroffen war das Susatal in Piemont mit den Orten Mompantero, Venaus und Susa. Dort rückten die von starken Winden angefachten Flammen immer näher an Wohngebiete heran. Innenminister Marco Minniti wolle nun nach Turin fahren, um über die Lage im Piemont und der Lombardei zu beraten, wie das Ministerium mitteilte. Die Waldbrände halten die Region schon seit mehreren Wochen in Atem. Als Ursache wird Brandstiftung vermutet. (asc/dpa)

Getötete Journalistin: Peter Madsen gesteht Zerstückelung von Kim Walls Leiche

Peter Madsen hat seine Angaben zum Tod der Journalistin Kim Wall erneut geändert: Der 46-jährige Erfinder gab zu, Walls Leiche zerstückelt und die Teile ins Meer geworfen zu haben. Madsen bestreitet aber weiterhin einen Mord. Er behauptet, die 30 Jahre alte Journalistin sei im Inneren seines U-Bootes an Kohlenmonoxidvergiftung gestorben, wie die Kopenhagener Polizei mitteilte. Zuvor hatte Madsen angegeben, der schwedischen Journalistin sei eine schwere Klappe auf den Kopf gefallen. Doch am Schädel der Frau fehlten Spuren einer solchen Verletzung. (lek/dpa)

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