Donnerstag, 21. September 2017

KURZMELDUNGEN

Immobilien: Spekulanten und Mangel an Bauland treiben Hauspreise in die Höhe

Fehlende Grundstücke und Spekulation mit Bauland sind nach einer Studie des Bundes die größten Hürden für bezahlbare neue Wohnungen in Deutschlands Großstädten. Der Grundstückskauf ist nach Einschätzung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) vielerorts so teuer geworden, dass sich der Bau von Mietshäusern nicht mehr rechne. "Hohe Grundstückspreise lassen einen frei finanzierten Wohnungsneubau zu bezahlbaren Mieten vielfach nicht mehr zu", heißt es in dem Papier, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Demnach ist der durchschnittliche Preis für ein Baugrundstück zwischen 2011 und 2016 in den teuren Großstädten um 76.000 auf 259.000 Euro gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um rund 40 Prozent. Deutschlandweit lag der mittlere Preisanstieg dagegen nur bei 24.000 Euro. (beb/dpa)

Illegale Lohndrückerei: Zoll meldet mehr Verstöße gegen Mindestlohn

Kontrolleure des Zolls haben im ersten Halbjahr 2017 deutlich mehr Verstöße von Firmen gegen den Mindestlohn registriert als im Vorjahreszeitraum. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" belief sich die Zahl der Verstöße demnach auf 2433 Fälle. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 waren es hingegen nur 1711 gewesen. Der Anstieg beträgt also gut 40 Prozent. Die sogenannte Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls geht gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vor. Die Kontrolleure überprüfen aber auch, ob der gesetzliche Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro tatsächlich gezahlt wird. Die Kontrollen erfolgen unangemeldet, etwa auf Baustellen, in Gaststätten und Pflegeheimen. Ein Grund für die höhere Zahl an festgestellten Verstößen ist, dass der Zoll deutlich mehr Kontrollen durchgeführt hat. (bep/dpa)

Investitionen in Afrika: China hängt Europäer und Amerikaner ab

Laut Statistiken der Uno ist China zum wichtigsten Investor in Afrika aufgestiegen. Mehr als 36 Milliarden Dollar an Direktinvestitionen flossen demnach allein im Jahr 2016 von China nach Afrika - mehr als aus den USA und Europa zusammen. Im Vergleich zu 2015 ist das ein gewaltiges Plus. Die Chinesen sind mittlerweile in zahlreichen afrikanischen Branchen präsent, unter anderem im Metall-, Energie-, Immobilien- und Transportsektor. Schätzungen zufolge dürfte der Einfluss chinesischer Unternehmen und Staatsvertreter in Afrika in den kommenden Jahren weiter zunehmen. (ssu)

Frankreichs Rechtsextreme: Le Pens Vize verlässt Front National

Der stellvertretende Chef von Frankreichs rechtsextremem Front National (FN), Florian Philippot, verlässt nach einem Führungsstreit die Partei. Das sagte er im Sender France 2. Philippot galt lange als enger Vertrauter von FN-Chefin Marine Le Pen. Am Mittwoch hatte diese ihrem Vize jedoch wichtige Zuständigkeiten entzogen. Philippot bleibe zwar stellvertretender Parteichef, habe nun aber keinen besonderen Aufgabenbereich in der Parteiführung mehr, hieß es. Philippot bezeichnete seine Situation nun als "lächerlich". Deshalb will er die Konsequenzen ziehen: "Natürlich verlasse ich den Front National." Mit der Teilentmachtung Philippots reagierte Le Pen auf dessen Weigerung, den Vorsitz über eine politische Vereinigung aufzugeben. Philippot hatte die Vereinigung "Les Patriotes" vor der Parlamentswahl im Juni gegründet. Kritiker warfen Philippot aber vor, er habe "Les Patriotes" als Machthebel in den parteiinternen Streitigkeiten beim FN einsetzen wollen. Philippot war in der Partei unter anderem wegen seiner Strategie umstritten, die Rechtsextremen für die politische Mitte zu öffnen. (kev/dpa)

Philippinen: Tausende protestieren gegen Präsident Duterte

In der philippinischen Hauptstadt Manila protestierten am Donnerstag Tausende Kritiker gegen die Politik des Präsidenten Rodrigo Duterte. Es war die größte Demonstration seit dessen Amtsübernahme. Er ist wegen seines gewaltvollen Vorgehens gegen vermeintliche Drogenkriminelle gefürchtet - trotzdem liegen die Zustimmungswerte im Land bei mehr als 80 Prozent. Seine Kritiker werfen ihm vor, das Volk mit Repressionen zu unterdrücken. Außerdem soll er kontinuierlich Menschenrechtsverletzungen begehen. (ez/dpa)

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