Nur, was heute wichtig ist

KURZMELDUNGEN

Türkei: Erneut deutsches Ehepaar festgenommen

Wieder wurde in der Türkei ein deutsches Ehepaar mit türkischen Wurzeln festgenommen. Laut dem Auswärtigen Amt gibt es "konkrete Anhaltspunkte", dass die beiden deutschen Staatsbürger am Wochenende in Istanbul in Polizeigewahrsam genommen worden sind. Offizielle Informationen gibt es von türkischer Seite nicht. Einer der beiden Betroffenen sei mittlerweile wieder frei, dürfe jedoch nicht ausreisen. Bereits vor zwei Wochen wurde ein deutsches Ehepaar am Flughafen von Antalya festgenommen. Mit den Festnahmen von türkischer Seite verschärfen sich die Spannungen zwischen Deutschland und Türkei weiter. Die Bundesregierung erwägt einen Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei. (ez/dpa)

Schweiz: Zugunfall in Andermatt mit 27 Verletzten

Bei einem Zugunfall in Andermatt am Fuße des Oberalppasses wurden 27 Menschen verletzt. Beteiligt waren zwei Züge der Matterhorn-Gotthard-Bahn. Das berichten Schweizer Medien unter Berufung auf die Urner Kantonspolizei. Demnach wurde für die Rettungsarbeiten eine Straße vorübergehend gesperrt. Über Art und Schwere der Verletzungen konnte eine Sprecherin der Urner Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda zunächst keine Angaben machen. Polizei und Rettungsdienst sind im Einsatz. Der Vorfall ereignete sich bei einem Rangiermanöver, bei dem die Lokomotive über ein Parallelgleis ans vordere Ende des Zuges gebracht werden sollte, teilte die Matterhorn Gotthard Bahn mit. (asa/dpa)

Syrienkrieg: Assad-General droht syrischen Flüchtlingen

Issam Zahreddine, Generalmajor der Republikanischen Garden und wichtigster Militär von Diktator Baschar al-Assad, hat eine Drohung an syrische Flüchtlinge ausgesprochen. In einem Liveinterview mit dem syrischen Staatsfernsehen sagte er: "Kehrt nicht zurück! Selbst wenn der Staat euch vergibt, wir werden niemals vergessen und verzeihen." Offiziell bekräftig das Assad-Regime, eine "nationale Versöhnung" in Syrien anzustreben. Syrer, die nicht gegen das Regime gekämpft haben, hätten somit nichts zu befürchten. Aktuell leben rund fünf Millionen syrische Flüchtlinge im Ausland. In den Augen des Generalmajors sind sie offenbar Verräter, die bestraft werden müssten. (ez/syd)

Polen: Gutachten bestätigt polnische Reparationsforderungen

Die Regierung in Warschau erhebt wegen der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg Reparationsforderungen an Deutschland. Das polnische Parlament hat dies nun in einem Gutachten bestätigt: Bis zu 840 Millionen Euro könnte Polen somit von Deutschland fordern. In dem Gutachten heißt es, die Erklärung der polnischen Regierung über den Verzicht der Reparationen von 1953 sei verfassungswidrig gewesen. Nur auf Druck der Sowjetunion sei dies erfolgt. Regierungssprecher Steffen Seibert wies das zurück: "Es gibt für die Bundesregierung gar keinen Anlass, an der völkerrechtlichen Wirksamkeit des Reparationsverzichts von 1953 zu zweifeln." (ez/dpa)

Venezuela: Uno befürchtet Verbrechen gegen Menschlichkeit

In Venezuela sollen bei der Unterdrückung von Regierungsgegnern womöglich Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen worden sein. Das meldet das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen. Der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, warf der Regierung in Caracas unter anderem grundlose Festnahmen, übermäßige Gewaltanwendung und die Misshandlung von Häftlingen bis zur faktischen Anwendung der Folter vor. Mindestens die Hälfte der 124 Todesfälle bei den Protesten zwischen April und Juli gehe auf das Konto der Sicherheitskräfte, berichtete sein Büro Ende August. Said fordert nun eine internationale Untersuchung der Vorgänge in Venezuela. (zng/dpa)

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