Freitag, 08. September 2017

KURZMELDUNGEN

Neue Strategie: VW prüft Verkauf von einem Fünftel seines Geschäfts

Der Volkswagen-Konzern will umstrukturieren: Ein neues Team des Autobauers arbeite aktiv am Verkauf mehrerer Bereiche. Das sagte Vorstandschef Matthias Müller in einem Interview mit dem "Wall Street Journal". Die zum Verkauf stehenden Anteile machten bis zu 20 Prozent des Jahresumsatzes von Volkswagen aus. Um welche Bereich es geht, ist bisher noch nicht bekannt. Gerüchte über eine mögliche Fusion mit Fiat Chrysler nannte Müller in dem Interview "Spekulation". Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Wolfsburger Unternehmen Erlöse von rund 217 Milliarden Euro. (fwu/dpa)

Türkei: Bundesregierung sieht Nato-Reisen nach Konya als Übergangslösung

Nach wochenlangen Streits zwischen Ankara und Berlin können deutsche Politiker nun mithilfe der Nato zur Militärbasis nach Konya reisen. Im Juli hatte die Türkei den Besuch deutscher Abgeordneter auf dem Luftwaffenstützpunkt Konya überraschend abgesagt. Langfristig sei dieser Kompromiss "natürlich keine dauerhaft tragfähige Lösung", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Von Konya aus starten die Aufklärungsflugzeuge der Nato zu Einsätzen im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat“. Die Nato hatte sich deshalb intensiv um Vermittlung zwischen der Türkei und Deutschland bemüht. (ez/dpa)

USA: Berufungsgericht weicht Trumps Einreiseverbot auf

Ein US-Berufungsgericht hat die Einreiseverbote für Staatsangehörige sechs überwiegend muslimischer Länder teilweise aufgehoben. Laut Urteil darf engen Familienmitgliedern die Einreise in die USA nicht mehr verweigert werden. Damit erleidet US-Präsident Donald Trump einen weiteren juristischen Rückschlag. Donald Trump hatte das Einreiseverbot, das Iran, Syrien, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen betrifft, mit der nationalen Sicherheit begründet. Das Oberste Gericht der USA will im Oktober darüber entscheiden, ob ein Einreisestopp für Muslime gegen die US-Verfassung verstößt. (ez/dpa)

Prozess um G20: Bewährungsstrafe für Randalierer

Im dritten Prozess rund um die G20-Krawalle ist ein Franzose zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten verurteilt worden. Er muss zudem 500 Euro an die Witwen- und Waisenkasse der Polizei zahlen. Das Amtsgericht Hamburg sah es als erwiesen an, dass der 21-Jährige bei der "Welcome to Hell"-Demonstration Flaschen auf Polizisten geworfen und gegen seine Festnahme gewaltsam Widerstand geleistet hatte. Kommende Woche finden zwei weitere Prozesse im Zusammenhang mit den G20-Krawallen statt. (ls/dpa)

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