Nur, was heute wichtig ist

KURZMELDUNGEN

Hurrikan in der Karibik: ​"Irma" richtet erste Schäden an

Der Hurrikan "Irma" hat die Inselkette der Kleinen Antillen in der östlichen Karibik erreicht. Auf den Inseln Barbuda, Saint-Martin und Saint-Barthélémy kam es zu Stromausfällen; Küstenabschnitte wurden überschwemmt und Dächer abgerissen. "Irma" bewegt sich nun weiter Richtung Nordwesten. In der gesamten Karibik sind die Behörden in Alarmbereitschaft. Der Hurrikan mit der höchsten Stufe fünf ist einer der stärksten jemals in der Region registrierten Tropenstürme. Es seien Windgeschwindigkeiten von fast 295 Kilometern pro Stunde gemessen worden, teilte das US-Hurrikanzentrum mit. (ls/dpa)

Syrien: Uno-Ermittler machen Assad für Giftgasattacke verantwortlich

Zum ersten Mal benennt ein Uno-Gremium offiziell die Verantwortlichen des Giftgasangriffs auf die syrische Stadt Chan Scheichun am 4. April. "Die syrische Luftwaffe hat in Chan Scheichun Sarin eingesetzt", heißt es in dem aktuellen Bericht der unabhängigen Untersuchungskommission. Mindestens 83 Menschen wurden bei der Attacke getötet, darunter 28 Kinder. Die Uno-Ermittler stützen sich auf Erkenntnisse der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), auf Fotos und Satellitenbilder sowie auf Interviews mit 43 Überlebenden, Zeugen, Ersthelfern und Medizinern. Die Kommission bat auch die syrische Regierung um Informationen zu dem Vorfall. Die Uno-Kommission geht nun einen Schritt weiter als die OPCW. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen hatte zwar Anfang Juli eindeutig festgestellt, dass am 4. April in Chan Scheichun Sarin eingesetzt wurde - nannte aber keinen Verantwortlichen, weil die OPCW hierfür kein Mandat besitzt. Alle anderen Hypothesen, die von syrischer und russischer Seite oder vom US-Journalisten Seymour Hersh vorgebracht wurden - etwa, dass ein Sarin-Lager der Terroristen am Boden getroffen wurde und das Nervengift so freigesetzt wurde - seien nicht haltbar, heißt es. (syd) 

Castor-Transport: Atommüll erneut per Schiff unterwegs

An diesem Mittwoch ist der zweite Castor-Transport auf dem Neckar unter starkem Polizeischutz gestartet. Insgesamt sind vom Energieversorger EnBW fünf Fahrten mit je drei Containern geplant. Die Behälter mit verbrauchten Brennelementen legten vom stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim in Baden-Württemberg ab und sind für ein Zwischenlager in Neckarwestheim bestimmt. Auf der Strecke am Neckar versammelten sich zahlreiche Umweltschützer mit Bannern. Sie halten die Beförderung auf dem Wasser für zu riskant. (ez/dpa)

Friedensbotschaft: Captain Kirk ruft "Voyager 1"

Captain Kirk alias William Shatner hat eine interstellare Friedensbotschaft verschickt - mithilfe der Nasa-Sonde "Voyager 1": "Wir bieten über alle Sterne hinweg unsere Freundschaft an. Ihr seid nicht allein", lautete der kurze Text, den Shatner, 86, in seiner Eigenschaft als Kapitän von "Raumschiff Enterprise" am Dienstag im Nasa-Kontrollzentrum in Houston vorlas. Die Botschaft wurde anschließend an "Voyager 1" geschickt. Insgesamt waren 30.000 Vorschläge für eine "Kurzbotschaft des guten Willens" bei der Nasa eingegangen, gesiegt hatte der Text von Oliver Jenkins. Anlass war der Jahrestag des Starts der Raumsonden "Voyager 1" und "Voyager 2" vor 40 Jahren ins äußere Sonnensystem. Beide Sonden beobachteten bereits Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun, beide haben auch schon Botschaften in 55 Sprachen, Lieder und Fotos von der Erde für mögliche Außerirdische an Bord. (chs/dpa)

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