Montag, 04. September 2017

KURZMELDUNGEN

Air Berlin: EU-Kartellbehörde genehmigt Staatskredit

Die EU-Kommission hat nun den umstrittenen staatlichen Kredit über 150 Millionen Euro für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin ermöglicht. Die Zahlung stehe im Einklang mit EU-Recht, teilten die Brüsseler Wettbewerbshüter mit. Die Airline soll damit die kommenden Monate bis zu einem Verkauf überbrücken können. Der Kredit wird von der staatlichen Förderbank KfW vergeben. Am Wochenende war eine Einigung zu den Konditionen bekannt geworden, wonach Air Berlin dafür knapp zehn Prozent Zinsen zahlen soll. Die EU-Kommission teilte nun mit, dass durch den Kredit die geordnete Abwicklung von Air Berlin gewährleistet werde, ohne den Wettbewerb übermäßig zu verfälschen. Entscheidend dafür sei, dass der Kredit nur in Tranchen ausgezahlt werde. Die Fluggesellschaft müsse dabei ihren Finanzbedarf jede Woche nachweisen. Neue Kredittranchen sollen jeweils erst dann frei gegeben werden, wenn alle Mittel aufgebraucht sind. Die Wettbewerbshüter machten zudem zur Bedingung, Deutschland müsse sicherstellen, dass der Kredit vollständig zurückgezahlt wird - oder einen Abwicklungsplan für Air Berlin vorlegen. (fdi/dpa)

Türkei: In Antalya festgenommener Deutscher wieder frei

Einer der zwei Bundesbürger, die aufgrund "politischer Vorwürfe" am Donnerstag in der Türkei festgenommen worden waren, ist wieder frei. Das Auswärtige Amt bestätigte die Information, nachdem es in Kontakt mit dem Anwalt der festgenommenen Person getreten war. Die Freilassung erfolgte "ohne Auflagen". Die zweite Person befindet sich demnach noch in türkischem Gewahrsam, es sei aber bislang kein Haftbefehl ergangen, sagte eine Sprecherin des Außenamts. Zu ihr hätten deutsche Diplomaten weiterhin keinen Zugang. (cht/dpa)

Fliegerbombe in Frankfurt: Mehrere Menschen nach Evakuierung in Gewahrsam genommen

Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in Frankfurt mussten mehr als 60.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, damit der Sprengkörper entschärft werden konnte. Es war die größte Evakuierung in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Laut Polizei weigerten sich jedoch mehrere Frankfurter, die Sperrzone rund 1,5 Kilometer um den Fundort der Bombe herum zu verlassen. Nun drohen ihnen rechtliche Konsequenzen. Ein Polizeisprecher sagte, mindestens fünf Menschen seien in Gewahrsam genommen worden. (asc/dpa)

Neonazi-Rufe bei Länderspiel: DFB-Boss Grindel will schärfere Ticketkontrollen

DFB-Präsident Reinhard Grindel fordert nach dem Neonazi-Eklat von Prag ein europaweites Umdenken beim Verkauf von Eintrittskarten: "Wir müssen gemeinsam mit den europäischen Verbänden über die Ticketvergabe diskutieren und Wege finden, die europaweit mehr Kontrolle gewährleisten." Vergangenen Freitag hatten rund 200 deutsche Anhänger beim WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Tschechien Neonazi-Parolen gebrüllt. Ihre Eintrittskarten hatten die Pöbler laut Teammanager Oliver Bierhoff nicht über den offiziellen Verkaufsweg des DFB bezogen. (ez/dpa)

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