Nur, was heute wichtig ist

KURZMELDUNGEN

Frankreich: Regierung stellt Arbeitsmarkt-Reform vor

Mit einer umfassenden Arbeitsmarktreform will Frankreichs Regierung der anhaltend hohen Erwerbslosigkeit von knapp 10 Prozent begegnen: Premierminister Edouard Philippe hat erstmals Details vorgestellt. Die Reform ist das erste große wirtschaftspolitische Vorhaben unter Emmanuel Macron. 

Unter anderem soll die Höhe von Abfindungen für entlassene Mitarbeiter begrenzt und die Entschädigung für ungerechtfertigte Kündigungen gedeckelt werden. Die Veränderung des strengen und von den Gewerkschaften hoch geschätzten Arbeitsrechts ist ein erster Test dafür, ob Präsident Emmanuel Macron seine angekündigten Wirtschaftsreformen umsetzen kann. 

Frühere Regierungen hatten angesichts von Massenprotesten stets von ursprünglichen Vorhaben Abstand genommen. Auch Macron verhandelte wochenlang mit den Gewerkschaften über die Reformpläne. Während die größte Arbeitnehmervertretung CFDT von Demonstrationen absehen will, kündigte die radikalere CGT Proteste an. (apr/dpa)

BER: Hauptstadtflughafen öffnet frühestens 2019

Der Hauptstadtflughafen kann frühestens 2019 in Betrieb gehen. Das ergibt sich aus einem neuen Terminplan für die Bauarbeiten. Sie sollen erst in gut einem Jahr abgeschlossen werden, wie die Flughafengesellschaft mitteilte. Auf das Bau-Ende folgen noch umfangreiche Prüfungen und ein Probebetrieb. Als wahrscheinlich gilt daher ein Start im Herbst 2019 - acht Jahre nach dem ursprünglichen Termin. Den Flughafen BER hatten - neben vielen anderen Pannen - zuletzt Probleme mit Brandschutztüren und der Sprinkleranlage zurückgeworfen. (apr/dpa)

Warnung der Bundesbank: Jede vierte Bank will Strafzinsen an Kunden weitergeben

Jedes vierte Kreditinstitut in Deutschland will nach Angaben der Bundesbank künftig Negativzinsen auf Kundeneinlagen erheben. Damit drohen Tausenden Kunden von Banken und Sparkassen Strafzinsen. Privatkunden seien jedoch nur bei jedem zwölften Institut davon betroffen, schreibt Vorstandsmitglied Andreas Dombret in einem Beitrag für die "Wirtschaftswoche". Demnach trifft es vor allem Unternehmenskunden. (hej/dpa)

Islam: Opferfest beginnt am Freitag

An diesem Freitag beginnt in den islamischen Ländern das Opferfest Eid al-Ahda. Während der Wallfahrt nach Mekka (Hadsch) erinnern die viertägigen Feiertage an die Bereitschaft Abrahams, einen seiner Söhne zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen. Neben dem Fest zum Fastenbrechen nach dem Ramadan ist das Opferfest die wichtigste islamische Feier. Viele syrische Flüchtlinge, die in der Türkei leben, sind daher in den letzten Tagen zu Verwandtenbesuchen in ihr Heimatland zurückgekehrt. Die Behörden hatten die Grenzübertritte vorübergehend erlaubt. (ls/dpa)

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