Mittwoch, 30. August 2017

KURZMELDUNGEN

Hamburg: Mutmaßlicher Terrorverdächtiger erhängt sich in Zelle

Am frühen Mittwochmorgen hat sich Abdullah K. in seiner Zelle in einem Hamburger Gefängnis erhängt, wie der SPIEGEL aus Behördenkreisen erfuhr. Der 40-Jährige war zusammen mit seinen drei Brüdern im Mai aufgrund von Haftbefehlen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs festgenommen worden. Die vier Syrer sind mutmaßliche Mitglieder der in Deutschland als Terrororganisation eingestuften Gruppe Dschabhat al-Nusra. Abdullah K. ist bereits der zweite in Deutschland inhaftierte Terrorverdächtige, der innerhalb eines Jahres in der Haft Selbstmord begangen hat. (jdl/ls)

Freiburg: Klagen gegen Verbot von "linksunten.indymedia.org"

Nach dem Verbot der linksextremistischen Internetplattform "linksunten.indymedia.org" sind die von Durchsuchungen Betroffenen vor Gericht gezogen. Wie einer ihrer Anwälte mitteilte, haben vier Freiburger sowie Mitbewohner und Lebensgefährten Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht und vor dem Verwaltungsgericht Freiburg eingereicht. Die Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht richteten sich gegen das am Freitag vom Bundesinnenministerium ausgesprochene Verbot, die Beschwerden vor dem Freiburger Gericht gegen die Durchsuchungen und Beschlagnahmen. Das Verwaltungsgericht bestätigte den Eingang der Klagen. Das Bundesinnenministerium hatte die Internetplattform sieben Wochen nach den Krawallen am Rande des G20-Gipfels verboten. (vks/dpa)

USA: Tropensturm "Harvey" erreicht Louisiana

Der Tropensturm "Harvey" hat die Küste des US-Bundesstaats Louisiana erreicht. Westlich der Stadt Cameron traf der Sturm mit einer Geschwindigkeit von 72 Kilometern pro Stunde auf Land, meldet das Nationale Hurrikanzentrum in den USA. Wie schon im Bundesstaat Texas soll es auch in Louisiana zu starken Regenfällen kommen. Für die Stadt New Orleans ist der Sturm besonders gefährlich, weil sie unterhalb des Meeresspiegels liegt. In Texas gehen die Behörden inzwischen von etwa 30 Toten aus. (fwu/dpa)

Türkei: Ranghohe Sicherheitskräfte beantragen Asyl in Deutschland

Mehr als ein Jahr nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei haben mehrere ranghohe Sicherheitskräfte in Deutschland Asyl beantragt. Nach SPIEGEL-Informationen befindet sich unter den Schutzsuchenden ein ehemaliger türkischer Verbindungsbeamter des Bundeskriminalamts (BKA), der Kontakt zu einem Beamten der hessischen Polizei hatte. Das Bundesinnenministerium äußerte sich bislang nicht zu dem Fall. In Deutschland haben bereits in der ersten Jahreshälfte über 3000 Türken Asyl beantragt. (ls/jdl/dpa)

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