Mittwoch, 23. August 2017

KURZMELDUNGEN

Dieselgipfel: Barbara Hendricks fordert effektivere Maßnahmen

Die Luft in fast 70 deutschen Städten bleibt schmutziger als erlaubt. Die Umsetzung der beim Dieselgipfel beschlossenen Schritte reichten nicht aus, so das Bundesumweltministerium. Es drohen Diesel-Fahrverbote. Nach einer Modellrechnung des Umweltbundesamtes würden Software-Updates für eine bessere Abgasreinigung und Umtauschprämien für ältere Diesel bei weitem nicht genügen. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) fordert effektivere Maßnahmen: "Es wird eine Nachrüstung der Hardware, also eine Abgasreinigung geben müssen." Bezahlen müsse dies die Autoindustrie. Der Lobbyverband der deutschen Autoindustrie, VDA, verteidigt dagegen die Beschlüsse des Dieselgipfels. Einen zweiten Gipfel wird es im Herbst geben. An diesem will auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen. (fwu/dpa)

Bundestagswahl: Fast die Hälfte der Wähler ist unentschlossen

Einen Monat vor der Bundestagswahl haben 46 Prozent der Wähler noch nicht entschieden, wem sie am 24. September ihre Stimme geben werden. Das ergab eine Umfrage, die vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt wurde. Der Anteil der Wähler, die den Ausgang der Wahl schon vor dem Wahltag für entschieden halten, liegt bei 45 Prozent - so hoch wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Laut einer Forsa-Umfrage gehen sogar etwas mehr als drei Viertel aller Bundesbürger (76 Prozent) davon aus, dass die SPD nicht mehr stärkste Partei werden kann. Nur 19 Prozent meinen, dass die SPD dies noch schaffen könnte. (kae/dpa)

Türkei: Deutsche Mesale Tolu bleibt vorerst in Untersuchungshaft

Die deutsche Übersetzerin und Journalistin Mesale Tolu bleibt vorerst in der Türkei in Untersuchungshaft. Das entschied nach Angaben von Tolus Anwältin das zuständige Gericht in Istanbul bei einer routinemäßigen Haftprüfung. Das Gericht habe die Entscheidung unter anderem mit Fluchtgefahr begründet. Die türkischen Behörden werfen der deutschen Journalistin Terrorpropaganda vor. (apr/dpa)

U.S. Navy: Kommandeur nach Kollisionen von Kriegsschiffen entlassen

Nach der Serie von Unfällen mit US-Kriegsschiffen im Pazifik wird Joseph Aucoin, der Kommandeur der betroffenen Flotte, abgelöst. Man spreche ihm nicht die direkte Schuld zu, dennoch habe die Militärführung das "Vertrauen in seine Führungskraft verloren", sagte ein Sprecher der U.S. Navy. Ab sofort übernehme Konteradmiral Phillip Sawyer das Kommando. Unter Aucoins Führung war es in den vergangen Monaten zu vier folgenschweren Unfällen gekommen. Zuletzt war am Montag der Zerstörer USS "John S. McCain" vor der Küste Malaysias mit dem Tanker "Alnic MC" kollidiert. (fwu/dpa)

Bundesbank: Hälfte des deutschen Goldes nun in heimischen Tresoren

Mehr als die Hälfte der deutschen Goldreserven liegen nun in Deutschland. Somit hat die Deutsche Bundesbank ihr Vorhaben, Goldbarren aus dem Ausland zu holen, früher erreicht als geplant. Nach öffentlichem Druck hatte die Notenbank 2013 das Ziel ausgegeben, bis spätestens Ende 2020 mindestens die Hälfte des deutschen Goldes im Inland aufzubewahren. In New York lagern weiterhin noch 36,6 Prozent und in London 12,8 Prozent. Im Fall einer extremen Krise könnte so schnell Gold gegen Dollar getauscht werden. Der gesamte Goldschatz der Bundesbank ist der zweitgrößte der Welt und hat aktuell eine Wert von 120 Milliarden Euro. (zng/dpa)

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