Dienstag, 22. August 2017

KURZMELDUNGEN

Schadensersatz: FC Barcelona verklagt Neymar

Der FC Barcelona verklagt seinen ehemaligen Spieler wegen Vertragsbruchs auf 8,5 Millionen Euro. Das verkündete der Klub über Twitter. Neymar hatte diese Summe für die Verlängerung seines Kontraktes um fünf Jahre bis Juni 2021 erhalten. Der Brasilianer war vor knapp drei Wochen von Barcelona zu Paris-Saint Germain gewechselt - für eine Rekordablösesumme von 222 Millionen Euro. Dieser Betrag war durch eine Ausstiegsklausel in Neymars Vertrag festgeschrieben. Der Wechsel ist damit der mit Abstand teuerste in der Geschichte des Fußballs. (aev)

Bayer: EU-Kommission prüft Monsanto-Übernahme genauer

Die von Bayer geplante Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto steht vor einer neuen Hürde: Die EU-Kommission hat Vorbehalte und will die Fusion genauer prüfen. Man sei besorgt, dass der 66 Milliarden US-Dollar schwere Zusammenschluss der beiden Agrarkonzerne den Wettbewerb in einigen Geschäftszweigen schwächen könnte, erklärte die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager. Auch die Kartellbehörden in den USA prüfen den Zusammenschluss. Bayer will die Übernahme bis Jahresende abschließen. Das neue Unternehmen wäre der weltgrößte Anbieter in der Agrarchemie. Monsanto ist vor allem als Hersteller von Unkrautvernichtern mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat bekannt. (fwu/dpa)

Wirtschaft: Angst vor sozialem Abstieg auf historischem Tief

Die Angst der Deutschen vor dem sozialen Abstieg ist auf ein historisches Tief gesunken. Nur noch gut ein Drittel der Bundesbürger fürchtet sich vor dem Niedergang, teilten Forscher der Universität Leipzig mit. Das sei der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung und der zweitniedrigste Stand überhaupt seit Beginn der Messungen. Von 2006 bis 2016 sank die Zahl der Erwerbstätigen, die sich vor dem Abstieg sorgen, von 64 Prozent auf etwas über 33 Prozent. Nach Angaben der Forscher liegt das auch am stärkeren Rückgang der Sorgen in Ostdeutschland. (fwu/afp)

Kollision mit Tanker: Taucher finden tote Seeleute in US-Zerstörer

Beim Schiffsunglück vor Singapur sind wie befürchtet mehrere US-Soldaten ums Leben gekommen. Die von der US-Pazifikflotte eingesetzten Spezialtaucher haben an Bord des Lenkwaffenzerstörers "USS John S. McCain" Leichen der vermissten Seeleute entdeckt. Dies bestätigte Admiral Scott Swift, Kommandant der amerikanischen Pazifikflotte. Offiziell werden immer noch zehn US-Soldaten vermisst. Das Schiff war vor Singapur mit einem Öltanker kollidiert. Unklar ist weiterhin, wie es zu dem Unglück kommen konnte. (als/ls/dpa)

Bundestagswahl: 42 Parteien sind neuer Rekord

Zur Bundestagswahl am 24. September treten so viele Parteien an wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Von den 42 Parteien sind 16 zum ersten Mal dabei, wie Bundeswahlleiter Dieter Sarreither mitteilte. Auch die Zahl der Kandidaten ist im Vergleich zur letzten Bundestagswahl um rund 400 auf 4828 gestiegen. Der Bundeswahlleiter sieht die Zahlen als Zeichen gegen Politikverdrossenheit. Auch bei der Wahlbeteiligung gab er sich optimistisch: "Die politische Atmosphäre zeigt mir, dass der Trend vielleicht weiter anhält, dass wir 2017 eine höhere Wahlbeteiligung haben." Bei der Bundestagswahl 2013 war die Wahlbeteiligung von 70,8 auf 71,5 Prozent gestiegen. (fwu/dpa)

Formel 1: Ferrari verlängert Vertrag mit Kimi Räikkönen

Ferrari hat den Vertrag mit Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen verlängert. Das gab der Rennstall in einer kurzen Pressemitteilung bekannt. Der 37-jährige Finne fährt seit 2014 wieder für das Formel-1-Team von Ferrari, er hatte zuvor schon von 2007 bis 2009 in den Diensten der Italiener gestanden. Räikkönen ist noch immer der letzte Weltmeister (2007) in einem Wagen des Traditionsteams. Auch Sebastian Vettel soll vor einer Vertragsverlängerung mit Ferrari stehen. (fwu/dpa)

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