Nur, was heute wichtig ist

KURZMELDUNGEN

Venezuela: 37 Häftlinge bei Aufständen gestorben

In einem Gefängnis in Venezuela sind bei Aufständen mindestens 37 Häftlinge getötet worden. Es habe auch 14 Verletzte unter den Sicherheitskräften gegeben, teilte der verantwortliche Gouverneur auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Spezialeinheiten hätten die Haftanstalt gestürmt, sie sollten den Gefangenen Waffen abnehmen. Dabei kam es zu Schießereien. In letzter Zeit gab es vermehrt Aufstände wegen der schlechten Versorgungslage, viele Häftlinge leiden unter Mangelernährung. (fwu/dpa)

Insolvenz von Air Berlin: Lufthansa will 90 Maschinen übernehmen

Der größte Teil der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin könnte schon bald vom größeren Konkurrenten Lufthansa übernommen werden. Zwei Insider sagten der Nachrichtenagentur Reuters, Lufthansa wolle bis zu 90 der 140 Maschinen kaufen, darunter die Tochter Niki. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" könnte die Zerschlagung schon kommende Woche über die Bühne gehen. In der "Rheinischen Post" sprach sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt für eine nationale Lösung aus. "Wir brauchen einen deutschen Champion im internationalen Luftverkehr", so Dobrindt. (lek/rtr)

Immobilienmarkt: Rückgang der Baugenehmigungen

Die Anzahl der Genehmigungen für Wohnraum in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2017 deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sank die Zahl der Baugenehmigungen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent oder 13.400 Wohnungen. Grund ist unter anderem eine neue Energiesparverordnung, die 2017 in Kraft trat. Insbesondere beim Sozialwohnungsbau müsse der jahrelange Abwärtstrend gestoppt werden, mahnten Branchenvertreter. Nach Berechnungen des Bundesverbands der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) sind seit 2009 gut eine Million Wohnungen zu wenig entstanden. (ls/dpa)

Nahverkehr: Mehr Menschen in Bus und Bahn

Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen die Busse und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs. Die Zahl der Fahrgäste stieg im ersten Halbjahr 2017 auf 5,2 Milliarden. Vor allem Stadt-, S-, U- und Straßenbahnen sowie Regionalzüge verzeichneten spürbar mehr Kunden. Im Busverkehr dagegen nahm die Zahl der Fahrgäste wegen der schwachen Auslastung auf dem Land nur unterdurchschnittlich zu. Die Ticketeinnahmen stiegen den Angaben zufolge um 4 Prozent auf rund 6,4 Milliarden Euro. Grund dafür ist nicht nur die steigende Zahl an Nutzern, sondern auch die Erhöhung der Preise. (ls/dpa)

Indien: Vergewaltigte Zehnjährige bringt Kind zur Welt

Eine Zehnjährige hat in Chandigarh, Indien, ihr Baby bekommen. Das Mädchen war über sieben Monate mehrmals von seinem Onkel vergewaltigt worden. Der Oberste Gerichtshof Indiens hatte Ende Juli eine Abtreibung untersagt, weil die Schwangerschaft zu spät festgestellt wurde und das Mädchen schon im achten Monat schwanger war. Zugleich ordnete das Gericht bestmögliche medizinische Versorgung an. Der Mutter und ihrem Kind gehe es nach dem Kaiserschnitt den Umständen entsprechend, so die behandelnden Ärzte. (lek/dpa)

Debatte um Denkmäler: Trump stellt sich auf Seite der Rechtsextremen

US-Präsident Donald Trump hat sich mit Äußerungen zu amerikanischen Denkmälern erneut auf die Seite der Rechtsextremen gestellt. Es sei "traurig", dass "unsere wunderschönen Statuen und Monumente entfernt" würden, sagte Trump auf Twitter. Damit würde die "Geschichte und Kultur unseres großartigen Landes zerstört". Der Streit um die Statue von General Robert E. Lee hatte im amerikanischen Charlottesville gewalttätige Proteste ausgelöst, bei denen Rechtsextreme eine Frau töteten. Lee gilt als Verfechter der Sklaverei, das Denkmal sollte deshalb abgebaut werden. (lmd)

Meinung

Kommentare, Interviews, Essays

Aus dem SPIEGEL und von SPIEGEL TV

Panorama

Das Beste von SPIEGEL ONLINE

Mein Abend

Empfehlungen für Ihren Feierabend