Mittwoch, 16. August 2017

KURZMELDUNGEN

Elektrotransporter: Deutsche Post stellt XL-Scooter vor

Die Deutsche Post und der Automobilkonzern Ford wollen ihren gemeinsam entwickelten E-Transporter StreetScooter Work XL offenbar in großen Stückzahlen anbieten. Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes sprach von einer gewaltigen Nachfrage nach Elektromodellen, später sei "auch der Verkauf an Drittkunden vorgesehen". Im kommenden Monat werde er voraussichtlich den Standort für eine neue, zweite StreetScooter-Fabrik in NRW bekannt geben. In Deutschland gehört die Post zu den größten Herstellern von E-Autos. (fwu/dpa)

Brexit: London will keine Kontrollen an Grenze zu Irland

Die britische Regierung sieht trotz Brexit keinen Bedarf für Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitgliedsland Irland und dem britischen Nordirland. Das geht aus einem Positionspapier des Brexit-Ministeriums hervor. Darin heißt es, es werde keine befestigte Grenze zwischen den Teilen der irischen Insel geben. Ein EU-Zollabkommen solle garantieren, dass Grenzposten nicht notwendig seien. Britische und irische Staatsbürger sollen sich ungehindert zwischen Großbritannien und Irland bewegen können. Rund 30.000 Menschen passieren jeden Tag die 500 Kilometer lange Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland ohne Zoll- oder Einreisekontrollen. (rap/dpa)

Türkei verlangt Auslieferung mutmaßlicher Putschisten

Die Türkei hat die Auslieferung eines regimekritischen Theologen verlangt, der sich angeblich in Deutschland aufhalten soll. Man fordere die sofortige Verhaftung und Auslieferung des Gülen-Vertrauten Adil Öksüz, so der türkische Außenminister Cavusoglu. Öksüz ist nach Angaben türkischer Medien islamischer Theologe und mutmaßlicher Wortführer im Putschversuch vom vergangenen Jahr. Die Türkei reagierte mit ihrer Forderung auf Medienberichte, wonach sich Öksüz in Baden-Württemberg aufhalten soll. (rap/dpa)

​Fußball: DFB will keine Kollektivstrafen für Fans mehr

Der Deutsche Fußballbund will auf sogenannte Kollektivstrafen für Fans verzichten. "Bis auf Weiteres" wolle man "keine Sanktionen wie die Verhängung von Blocksperren, Teilausschlüssen oder Geisterspielen mehr", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Damit geht der DFB im Streit um die zunehmenden Fan-Ausschreitungen in einigen Stadien auf die Fußballanhänger zu. Grindel erklärte: "Wir wollen ein Zeichen setzen, um gemeinsam in den Dialog einzutreten". Anlass für die Erklärung waren Ausschreitungen bei dem Pokalspiel in Rostock am Montagabend. (ls/dpa)

Urteil: Scheidungskosten nicht steuerlich absetzbar

Scheidungskosten fallen unter das Abzugsverbot für Prozesskosten. Das hat der Bundesfinanzhof in einem nun veröffentlichten Urteil entschieden. Ehepartner können die Kosten für ein Scheidungsverfahren damit nicht mehr von der Steuer absetzen, wie das früher der Fall war. Ausnahmen gebe es nur, wenn der Steuerpflichtige ohne die Aufwendung Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse nicht mehr befriedigen zu können. Bis zur Gesetzesänderung waren Scheidungskosten als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt worden. (kae/dpa)

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