Nur, was heute wichtig ist

KURZMELDUNGEN

Jemen: Schlepper werfen Flüchtlinge ins Meer

Menschenschmuggler haben offenbar erneut Dutzende Flüchtlinge vor der Küste Jemens ins Meer gestoßen. Es ist der zweite derartige Vorfall innerhalb von 48 Stunden. Das berichtet die Internationale Organisation für Migration (IOM). Die Schlepper stießen bis zu 180 Migranten von Bord eines Bootes. Bislang seien fünf Leichen gefunden worden, weitere 50 Menschen gelten als vermisst. Erst am Mittwoch hatte ein Schlepper nach Aussagen von Überlebenden mehr als 120 Migranten von einem Boot gedrängt, mindestens 29 Flüchtlinge waren ertrunken. Bei den Toten soll es sich mehrheitlich um Somalier und Äthiopier handeln.(lmd/dpa)

Fipronil-Skandal um giftige Eier: Zwei Festnahmen in den Niederlanden

Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier sind in den Niederlanden zwei Verdächtige festgenommen worden. Es handle sich um zwei Manager der Firma, die mit dem Insektengift verbotenerweise Ställe von Legehennen gereinigt haben soll, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die beiden Manager wurden nach einer Durchsuchung ihrer Wohnungen in der Nähe von Utrecht festgenommen. Ihnen wird Gefährdung der öffentlichen Gesundheit vorgeworfen, außerdem der Besitz verbotener Substanzen. Alle rund 180 Eierproduzenten, bei denen mit Fipronil belastete Eier gefunden wurden, waren Kunden der Firma. (fwu/dpa)

Türkei: Haftbefehle gegen 35 Journalisten erlassen

Der Ausnahmezustand in der Türkei dauert an - und die türkische Justiz geht weiter rigoros gegen vermeintliche Anhänger des islamischen Predigers Fethullah Gülen vor. Nun haben die Behörden Haftbefehle gegen 35 Journalisten ausgestellt. Sie werden der Mitgliedschaft in der verbotenen Gülen-Sekte verdächtigt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldet, wurden bereits neun Journalisten bei Razzien festgenommen. Unter ihnen soll sich auch der Chefredakteur der Oppositionszeitung "Birgün" befinden. Seit dem gescheiterten Militärputsch vom Juli 2016 haben die türkischen Behörden Zehntausende Gülen-Anhänger und solche, die sie dafür halten, verhaftet, zahlreiche Redaktionen geschlossen und mehr als 100.000 Staatsbedienstete per Notstandsdekret entlassen oder suspendiert. (dop/dpa)

Kooperation in Indien: Volkswagen stoppt Pläne für Billigauto

Ein Billigauto für Indien wird es vorerst von Volkswagen nicht geben. Der Konzern, der derzeit wegen des Dieselabgasskandals massiv unter Druck steht, hat Verhandlungen über eine Partnerschaft mit dem indischen Autobauer Tata eingestellt. Beide Unternehmen seien zu dem Schluss gekommen, dass sich die erwünschten Kostenvorteile nicht erzielen lassen, teilten die für das Projekt zuständige VW-Tochter Skoda und Tata Motors mit. Damit scheitert das Bündnis der beiden Partner nach nur einem halben Jahr. Erst im März hatte VW angekündigt, die Anstrengungen bei der Entwicklung von gemeinsamen Fahrzeugteilen bis hin zu kompletten Modellen bündeln zu wollen und eine langfristige Partnerschaft mit Tata anzustreben. (mhu/dpa)

Gazastreifen: Israel beschleunigt unterirdischen Mauerbau

Israel will den Bau einer unterirdischen Mauer entlang der Grenze zum Gazastreifen beschleunigen. Die Sperranlage um die abgeriegelte Palästinenserenklave soll den Bau von Angriffstunneln unter der Grenze verhindern. Zwei Jahre Bauzeit und circa 700 Millionen Euro plant Israel für den Bau ein. Für die Hamas, die den Gazastreifen seit 2007 kontrolliert, seien die Tunnel ein "strategisches Instrument" im Kampf gegen Israel. Die 64 Kilometer lange Grenzmauer bestehe aus Betonplatten, reiche Dutzende Meter tief in die Erde und soll mit Sensoren ausgestattet werden. (lmd/dpa)

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