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KURZMELDUNGEN

Streit über Atomwaffentests: China startet Großmanöver vor koreanischer Küste

Die Spannungen mit Nordkorea nehmen zu, und China hält ein Militärmanöver vor der Küste der koreanischen Halbinsel ab. An der "großangelegten" Übung im Gelben Meer und im Golf von Bohai seien Marine und Luftwaffe beteiligt, teilte das Verteidigungsministerium in Peking mit. Die Soldaten sollen vor Chinas Ostküste demnach Waffen und Flugabwehrsysteme erproben und Angriffe auf Küsten üben. Es werden auch Dutzende Raketen abgeschossen. Wie lange das Manöver dauern soll, teilte das Ministerium nicht mit. Der Schiffsverkehr in der Region wurde zeitweise verboten. Unklar war auch, ob das Manöver als Warnung an Nordkorea gemeint ist. China ist Nordkoreas wichtigster Verbündeter und Haupthandelspartner. (cht/dpa)

Gewalt gegen Opposition: Uno wirft Venezuela Folter vor

Die Vereinten Nationen kritisieren in einem Bericht das harte Vorgehen der venezolanischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten: Demnach kam es zu systematischer und unverhältnismäßiger Gewalt. Eine Gruppe von Experten habe in dem Land zudem willkürliche Verhaftungen, Folter und gewaltsame Hausdurchsuchungen festgestellt. Das teilte die Uno in Genf mit. Die Uno appellierte an das südamerikanische Land, Maßnahmen zur Deeskalation zu ergreifen. Venezuela wird seit Monaten von politischen Unruhen und einem erbitterten Machtkampf zwischen Regierungslager und Opposition erschüttert. Der Protest richtet sich gegen den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro, der das Land zunehmend zu einer Diktatur umbaut. Nach offiziellen Angaben starben bei den Demonstrationen bisher mehr als 120 Menschen. Nach einer Analyse der Vereinten Nationen sind Sicherheitskräfte für zumindest 46 und Pro-Regierungstruppen für 27 Todesopfer verantwortlich. (mho/dpa)

Wasserkrise: Italien ruft Notstand in zwei Regionen aus

Wegen akuten Wassermangels hat die italienische Regierung den Notstand für Latium und Umbrien ausgerufen. Damit werden dem Zivilschutz besondere Befugnisse erteilt, wie der Ministerrat nach einer Sitzung mitteilte. Die Regierung verlängerte auch den im Februar ausgerufenen Notstand für die Provinzen Agrigent und Messina auf Sizilien. Die betroffenen Regionen sind bei Touristen äußerst beliebt. Im Latium liegt die Hauptstadt Rom, die seit Wochen unter Wassermangel leidet; kurz stand eine Rationierung zur Debatte. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge darf der Wasserversorger Acea nun weiterhin Wasser aus dem für die Versorgung der Metropole wichtigen Bracciano-See pumpen - allerdings nur noch 400 statt 900 Liter pro Sekunde. Viele Regionen vor allem in Mittel- und Süditalien leiden seit Wochen unter ungewöhnlicher Trockenheit und Wassermangel. Zudem plagen Waldbrände das Land. (mxw/dpa)

BKA: Organisierte Kriminalität richtet Milliardenschaden an

Der Schaden durch Organisierte Kriminalität ist im vergangenen Jahr in Deutschland dramatisch gestiegen - und hat einen Wert von mehr als einer Milliarde Euro erreicht. "Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen ein kontinuierlicher Rückgang der Schadenssumme zu verzeichnen war, wurde für das Jahr 2016 ein deutlicher Anstieg festgestellt (plus 137,1 Prozent)", heißt es im "Bundeslagebild Organisierte Kriminalität". Fast ein Drittel dieses Schadens (296 Millionen Euro) sei bei einem Verfahren mit Briefkastenfirmen in sogenannten Steueroasen entstanden. Danach folgten Steuerdelikte, Eigentumskriminalität und Cyber Crime. (lmd/dpa)

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