Montag, 07. August 2017

KURZMELDUNGEN

Hamburg: Mehr als 160 Ermittlungsverfahren wegen G20-Krawallen

Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Ausschreitungen beim G20-Gipfel in mehr als 160 Fällen. Einen Monat nach den Krawallen laufen 109 Verfahren gegen namentlich bekannte Beschuldigte und 53 gegen Unbekannte, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Zu den Vorwürfen gehören Landfriedensbruch, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung. In Untersuchungshaft sitzen den Angaben zufolge noch 33 Menschen. Auch gegen einige Polizisten hatten die Ermittler Verfahren eingeleitet. (mxw/dpa)

Krim-Krise: Bundesregierung widerspricht Lindner

Christian Lindner will einen Neustart in den Beziehungen mit Moskau - und dafür auch die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim hinnehmen. Mit dieser Forderung aber stößt der FDP-Chef auf heftigen Widerspruch - auch bei der Bundesregierung. An deren Haltung in dieser Frage habe sich nichts geändert, sagte jetzt die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. "Russland hat mit der Annexion Völkerrecht gebrochen und die europäische Friedensordnung nach dem Zweiten Weltkrieg infrage gestellt." Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sei immer wieder für eine diplomatische Lösung des Konflikts eingetreten und habe dabei auch die Position vertreten, dass man eine solche Annexion nicht einfach hinnehmen könne, sagte Demmer. Staatliche Grenzen müssten akzeptiert werden. (fwu/dpa)

Großbritannien: Rückhalt für Mays Brexit-Strategie bröckelt

In der britischen Regierung regt sich heftiger Widerstand gegen den harten Brexit-Kurs der Premierministerin Theresa May - und auch in der Bevölkerung nehmen die Zweifel an ihrer Verhandlungsstrategie offenbar zu. Laut einer Umfrage des ORB-Meinungsforschungsinstituts sind 61 Prozent der Befragten nicht mit Mays Vorgehen beim angestrebten Austritt aus der EU einverstanden. Ein Vergleich mit den Befragungen der beiden Vormonate zeigt, wie stark der Rückhalt der Regierungschefin bröckelt: Im Juli waren 56 Prozent unzufrieden mit ihrer Verhandlungsstrategie, im Juni 46 Prozent. (kev/dpa)

Korruptionsskandal in Südkorea: Samsung-Erben drohen zwölf Jahre Haft

Im Korruptionsprozess um Lee Jae Yong, dem Sohn des Samsung-Chefs Lee Kun Hee, hat die Staatsanwaltschaft 12 Jahre Haft gefordert. Der 49-jährige Lee Jae Yong nimmt seit 2014 die wichtigsten Führungsaufgaben im Konzern wahr. Er soll umgerechnet etwa 33 Millionen Euro an dubiose Stiftungen gezahlt haben, um sich die Gunst der damaligen südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye zu erkaufen. Sie selbst sitzt wegen schwerer Korruptionsvorwürfen ebenfalls auf der Anklagebank, sie soll umgerechnet mehr als 60 Millionen Euro von mehreren Top-Unternehmen des Landes angenommen haben. (fwu/dpa)

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