Nur, was heute wichtig ist

KURZMELDUNGEN

Messerattacke in Hamburg: Behörde verschlief Abschiebefrist des Täters

Nach SPIEGEL-Informationen hätte der Messerangreifer von Hamburg-Barmbek schon viel früher abgeschoben werden können. Doch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verpasste die Frist. A. sollte kurz nach seiner Einreise nach Deutschland im Frühjahr 2015 nach Norwegen abgeschoben werden. Dort hatte er erfolglos einen Asylantrag gestellt. Nach den Regeln des Dublin-Systems hätte A. wieder zurückgeschickt werden können. Doch die Frist wurde um einen Tag verpasst. (wws)

Dieselskandal: EU-Fahnder empfehlen Ermittlungen gegen Volkswagen

Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) hat bei seinen Ermittlungen zum VW-Abgasskandal offenbar konkrete Hinweise auf Fehlverhalten von Verantwortlichen bei Volkswagen gefunden. Die Behörde hat nach eigenen Angaben die deutschen Strafverfolgungsbehörden ersucht, rechtliche Schritte zu prüfen. Konkret sei der Staatsanwaltschaft Braunschweig eine sogenannte justizielle Empfehlung übermittelt worden, heißt es in einer Mitteilung. Olaf hatte sich seit 2015 mit der Frage beschäftigt, ob VW EU-Gelder für die Entwicklung von Motoren mit manipulierter Abgassteuerung genutzt habe. (lmd/dpa)

Deutschland: Mehr als 18 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund

In Deutschland leben so viele Menschen mit Migrationshintergrund wie nie zuvor. Wie das Statistische Bundesamt Wiesbaden mitteilte, sind es rund 18,6 Millionen Menschen, also in etwa jeder Fünfte. 2016 hat die Zahl zum fünften Mal in Folge einen Höchststand erreicht. Eine Ursache sei die Zuwanderung von Geflüchteten. 52 Prozent der Menschen mit ausländischen Wurzeln sind Deutsche. Die Türkei ist das größte Herkunftsland, wichtigste Regionen sind Europa sowie zunehmend der Nahe und Mittlere Osten und Afrika. (rap/dpa)

Türkei: Mammutprozess gegen mutmaßliche Putschisten gestartet

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat in Ankara der Prozess gegen 486 mutmaßliche Beteiligte des gescheiterten Putschversuchs im Juli 2016 begonnen. Konkret geht es um die Ereignisse auf dem Luftwaffenstützpunkt Akinci, dem damaligen Hauptquartier der Aufständischen. Die Verdächtigen sind des Versuchs angeklagt, die Regierung und den Präsident Recep Tayyip Erdogan zu stürzen. Die türkische Regierung macht die Sekte des Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich. (rap/dpa)

Meinung

Kommentare, Interviews, Essays

Aus dem SPIEGEL und von SPIEGEL TV

Panorama

Das Beste von SPIEGEL ONLINE

Mein Abend

Empfehlungen für Ihren Feierabend