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KURZMELDUNGEN

Hamburg: Messerattacke in Supermarkt - ein Toter, mehrere Verletzte

Ein Mann hat in Hamburg mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen. Eine Person starb, mehrere wurden verletzt, teilte die Polizei mit. Der Angriff ereignete sich in einem Supermarkt im Stadtteil Barmbek. Der Täter habe den Laden betreten und unvermittelt auf Kunden eingestochen, heißt es. Anschließend flüchtete er. Zeugen verfolgten den Mann jedoch und alarmierten die Polizei. Der Verdächtige wurde kurz darauf in der Nähe festgenommen. Ein Bild zeigt ihn blutverschmiert in einem Polizeiwagen. Das Motiv ist bislang unklar. Auch über die genaue Zahl der Verletzten machte die Polizei zunächst keine Angaben. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt, laut einem Medienbericht suchen die Ermittler nach einem weiteren Mann. (kev/AFP/dpa)

Autokartell: Bosch an Absprachen beteiligt

Bei den Absprachen von Daimler, BMW, Audi, Porsche und VW war auch Bosch involviert. Das geht aus einem Schriftsatz hervor, den die Kartellwächter in Bonn nach Informationen des SPIEGEL jetzt erhalten haben. Bosch soll dabei geholfen haben, eine sogenannte Dosierstrategie für AdBlue zu entwickeln. Dadurch konnten niedrigere Abgaswerte auf dem Teststand vorgetäuscht werden. Das geht aus einem VW-Papier hervor, dass dem Bundeskartellamt in Bonn vorliegt. AdBlue ist eine Harnstofflösung, die dem Dieselkraftstoff zugesetzt wird. Eine niedrige Dosierung führt dazu, dass die Stickoxide weniger gereinigt und so die Abgaswerte verändert werden . (lmd)

"Islamischer Staat": Deutsche Dschihadistinnen sollen für IS-Sittenpolizei gearbeitet haben

Die vier Mädchen und Frauen aus Deutschland, die vor gut einer Woche im irakischen Mossul festgenommen worden sind, sollen nach SPIEGEL-Informationen für die Sittenpolizei der Terrormiliz gearbeitet und in den vom IS beherrschten Städten die strengen Regeln der Radikalislamisten durchgesetzt haben. Sie sollen unter anderem dafür gesorgt haben, dass sich andere Frauen an die Kleiderregeln der Dschihadisten hielten. Irakische Spezialkräfte hatten die Frauen vergangene Woche in der vom IS befreiten Stadt Mossul festgenommen. Unter ihnen waren die 16-jährige Linda W. aus Sachsen sowie Fatima M., Lamia K. und deren 20-jährige Tochter Nadja. (mgb)

Russlandsanktionen: Moskau verlangt Reduzierung von US-Diplomatenzahl

Als Reaktion auf die vom US-Kongress beschlossenen schärferen Russlandsanktionen müssen die USA ihr diplomatisches Personal in Russland reduzieren. Der US-Senat hatte in der Nacht zum Freitag für neue Russlandsanktionen gestimmt. Das russische Außenministerium erklärte, es reagiere auf die "Russlandfeindlichkeit": Washington müsse die Zahl seiner Mitarbeiter in der Botschaft und in den Konsulaten auf 455 senken. Ebenso viele russische Diplomaten sind derzeit in den USA im Einsatz. (cht/dpa)

Tempelberg: Israel beschränkt erneut Zugang für Muslime

Die israelische Polizei hat erneut den Zugang für Muslime zum Tempelberg beschränkt. Nur Männer über 50 und Frauen durften am Freitag die heilige Stätte betreten, wie die Polizei mitteilte. Nach einem Anschlag am Tempelberg vor zwei Wochen hatte die israelische Regierung die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Dann gab es Unruhen, bei denen vier Menschen starben und Hunderte verletzt wurden. Am Donnerstag wurden die Vorkehrungen wieder zurückgefahren. Am Freitagmittag kontrollierten nun wieder schwer bewaffnete israelische Polizisten die Zugänge zum Tempelberg. (lmd/dpa)

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