Dienstag, 25. Juli 2017

KURZMELDUNGEN

Türkei: Erdogan wirft Bundesregierung Spionage vor

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Spionagevorwürfe gegen die Bundesregierung erhoben. Offenbar mit Bezug auf Auftrittsverbote für türkische Politiker in Deutschland richtete sich Erdogan an die Bundesregierung: "Du erlaubst dem Präsidenten und den Ministern der Türkei nicht, in deinem Land zu sprechen, aber deine Agenten kommen und tummeln sich hier in Hotels und zerteilen mein Land." Damit bezog sich Erdogan auch auf den deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner, der Anfang Juli in Istanbul festgenommen worden war. Steudtner wird Unterstützung einer Terrororganisation vorgeworfen. (lmd/dpa)

Jeff Sessions: Trump demontiert seinen Justizminister

US-Präsident Donald Trump setzt die öffentliche Demontage seines Justizministers Jeff Sessions fort. Auf Twitter unterstellte er Sessions eine schwache Haltung im Vorgehen gegen angebliche Verbrechen Hillary Clintons. Sessions war für Trump ein entscheidender Mitstreiter im Wahlkampf. Der Präsident nimmt ihm jedoch übel, dass dieser sich aus den Ermittlungen wegen einer möglichen russischen Wahlbeeinflussung heraushält. Es wird spekuliert, dass Trump Sessions zum Rücktritt drängen will. (rap/dpa)

John McCain: US-Senator kündigt Rückkehr nach Krebsdiagnose an

US-Senator John McCain will nur anderthalb Wochen nach seiner Krebsdiagnose wieder in den Kongress zurückkehren. Er freue sich, "mit der Arbeit an wichtigen Gesetzen wie der Gesundheitsreform" fortzufahren, twitterte McCain am Montagabend. Am Dienstag steht eine Abstimmung über die Abschaffung von Obamacare an. Die Anwesenheit des einflussreichen Republikaners könnte entscheidend für den Ausgang der Abstimmung sein. Der 80-Jährige Politiker war vergangene Woche wegen eines Blutgerinnsels über dem Auge operiert worden. Dabei entdeckten Ärzte einen bösartigen Hirntumor. (lmd/dpa)

Deutsche Industrie: Brexit gefährdet Lieferketten

Einer Studie zufolge gefährdet der britische EU-Austritt die weit verzweigten Lieferketten deutscher Schlüsselindustrien. Demnach könnten ganze Lieferketten gesprengt werden. 2014 lieferten die Briten Vorleistungen im Wert von 200 Milliarden Dollar in die EU-Staaten - allein für 36 Milliarden nach Deutschland. Der Brexit gefährdet laut der Studie diese Zusammenarbeit. Für deutsche Unternehmen könnte der Brexit durch Zölle teuer werden, sollte die Einigung für ein Freihandelsabkommen scheitern. (rap/dpa)

Duisburg: Abgeschobene Schülerin darf zurück nach Deutschland

Fast zwei Monate nach ihrer Abschiebung nach Nepal darf die Schülerin Bivsi Rana, 15, mit ihren Eltern nach Deutschland zurückkehren. Sie sollen über ein Schüleraustausch-Visum wieder einreisen können, teilte das nordrhein-westfälische Integrationsministerium mit. Im Anschluss könne die junge Frau für ein Studium oder eine Ausbildung in Deutschland einen Folgeantrag stellen. Bivsi wurde in Deutschland geboren und galt als gut integriert, am Ende scheiterte aber ihr Asylantrag. Mitschüler und Asylrechtsaktivisten, sowie der Petitionsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags hatten sich gegen die Abschiebung und für Bivsis Rückkehr stark gemacht. (fwu/dpa)

Fußball: Guardiola gibt 245 Millionen Euro aus

Der ehemalige Bayern-Trainer Pep Guardiola rüstet in seinem zweiten Jahr bei Manchester City auf: 245 Millionen Euro investierte der englische Verein für sechs Spieler. Damit könnte eine Rekordmarke von Real-Madrid fallen. 2009 gab man dort 257 Millionen für Offensivspieler (u.a. Christiano Ronaldo) aus. Guardiola hingegen investiert in die Defensive mit Kyle Walker (Tottenham), Benjamin Mendy (AS Monaco) und Danilo (Real Madrid), Torwart Ederson Moraes (Benfica Lissabon) und Bernardo Silva (Monaco). (rap/dpa)

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