Montag, 24. Juli 2017

KURZMELDUNGEN

Polen: Präsident legt Veto gegen Justizreform ein

Der polnische Präsident Andrzej Duda hat die heftig kritisierte Justizreform der nationalkonservativen Regierung gestoppt. Er kündigte sein Veto gegen die Gesetzesänderung an. Duda argumentierte, die neuen Gesetze müssten der Bevölkerung ein Gefühl von Gerechtigkeit und Sicherheit geben und verfassungskonform sein. Seit Tagen hatten Tausende in Polen protestiert und vor einer Aufweichung der Gewaltenteilung gewarnt. Auch die EU-Kommission hatte einen sofortigen Stopp der Reform gefordert und mit Sanktionen gedroht. (fwu/dpa)

Schweiz: Angreifer mit Kettensäge verletzt mindestens fünf Menschen

Ein Mann hat in Schaffhausen, Schweiz, mit einer Kettensäge mehrere Menschen angegriffen. Er war in ein Versicherungsbüro der Stadt an der schweizerisch-deutschen Grenze gestürmt und hatte fünf Mitarbeiter verletzt, zwei von ihnen schwer. Der Tatverdächtige sei identifiziert, aber noch auf freiem Fuß, sagte die Polizei. Eine Flucht nach Deutschland sei nicht auszuschließen. Der Mann sei gefährlich und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vorbestraft. Die Ermittler fahnden nach einem 51-Jährigen, etwa 1,90 Meter groß, "mit Glatze, ungepflegter Erscheinung". Es handele sich nicht um einen Terrorakt, wie die Polizei betonte. (fwu/dpa)

Irak: Auswärtiges Amt bestätigt Festnahme zweier deutscher Frauen

Eine zweite Deutsche sitzt im Irak in Haft, wie das Auswärtige Amt bestätigt. Erst am Sonntag hatte sich die deutsche Schülerin Linda W. aus der Haft im Irak gemeldet. Sie hatte sich nach eigenen Angaben der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen. Zwei weitere inhaftierte Frauen, möglicherweise ebenfalls Deutsche, sollten noch im Laufe des Montags besucht und ihre Staatsangehörigkeit geklärt werden. Zur Frage einer möglichen Auslieferung der Inhaftierten nach Deutschland sagte die Sprecherin des Justizministeriums, mit den irakischen Behörden werde "über Möglichkeiten der Zusammenarbeit" gesprochen. (lmd/dpa)

Kabul: Viele Tote nach Autobombenanschlag

Bei einer schweren Explosion in der afghanischen Hauptstadt sind mindestens 26 Menschen getötet worden. Außerdem wurden 42 Verletzte in Krankenhäuser gebracht, so das Innenministerium. Die Bombe detonierte nahe dem Haus des stellvertretenden Regierungsgeschäftsführers im Zentrum Kabuls. Der Politiker sei aber unversehrt, berichtet die BBC. Erste Fotos zeigten eine in Rauchwolken gehüllte Straße, verkohlte Bäume, mehrere kleine Feuer und stark beschädigte Häuser und Läden. Es ist bereits der zehnte schwere Anschlag in der Stadt seit Jahresbeginn. (lmd/dpa)

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