Donnerstag, 20. Juli 2017

KURZMELDUNGEN

Polen: Parlament verabschiedet umstrittene Justizreform

Trotz massiver Proteste hat das polnische Parlament ein Gesetz verabschiedet, mit dem der Oberste Gerichtshof unter Regierungskontrolle gestellt werden soll. Die Abgeordneten haben einen nachgebesserten Gesetzentwurf der rechtskonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) angenommen. Laut dem Gesetz soll der Justizminister Richterkandidaten für den Obersten Gerichtshof auswählen dürfen. Die Änderungen seien eine Gefahr für Polens Gewaltenteilung, kritisieren Experten. (rap/dpa)

John McCain: Ärzte entfernen Hirntumor bei US-Senator

Ärzte haben einen Hirntumor bei US-Senator John McCain gefunden. Der 80-Jährige ist einer der einflussreichsten Politiker der USA, einst war er Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Die Geschwulst wurde entdeckt, als McCain wegen eines Blutgerinnsels über dem Auge operiert wurde. Das teilte die behandelnde Klinik auf Wunsch des Büros des Senators mit. Der bösartige Tumor sei vollständig entfernt worden. Als weitere Therapie erwägt McCain eine Strahlenbehandlung und Chemotherapie. Der Politiker war bereits im Jahr 2000 an Hautkrebs erkrankt und operiert worden, überwand die Erkrankung aber. (lmd/dpa)

Brexit-Verhandlungen: Keine Annäherung, keine Fortschritte

Die Europäische Union und Großbritannien sind von einer Annäherung noch ein ganzes Stück entfernt. Das betonte EU-Chefunterhändler Michel Barnier in Brüssel. Vor allem bei den künftigen Rechten britischer und EU-Bürger im jeweils anderen Hoheitsgebiet sei es bei "grundsätzlichen Meinungsunterschieden" geblieben, sagte Barnier. "Wir sind noch nicht an dem Punkt, dass wir Kompromisse schließen." Ungeklärt ist unter anderem, welches Gericht die Rechte der EU-Bürger auf der Insel garantiert. Die EU sieht den Europäischen Gerichtshof als zuständig an, London lehnt dies ab. (cte/Reuters)

Ratssitzung: EZB belässt Leitzins bei null Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent und verlangt von Geschäftsbanken für das Geldparken nach wie vor 0,4 Prozent Strafzinsen. Zudem steckt die Notenbank noch bis mindestens Ende Dezember 2017 Monat für Monat 60 Milliarden Euro in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen. Diesen Kurs hat der EZB-Rat nun bestätigt. Die Folgen der EZB-Politik: Sparer bekommen kaum noch Zinsen, Banken tun sich mit dem Geldverdienen schwer. Kreditnehmer wiederum von günstigen Konditionen - zum Beispiel beim Kauf von Häusern und Wohnungen. (apr/dpa)

Schlagersängerin: Andrea Jürgens ist tot

Die Schlagersängerin Andrea Jürgens ist gestorben. Das teilte ihre Agentur am Donnerstag mit. Kurz zuvor war sie wegen Nierenversagens ins Koma gefallen. Andrea Jürgens war im Mai 50 Jahre alt geworden. Am Montag war sie zu Hause zusammengebrochen und ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ihren größten Erfolg feierte Andrea Jürgens 1979 mit ihrem Album "Weihnachten mit Andrea Jürgens", das sich rund 1,5 Millionen Mal verkaufte, und Liedern wie "Ich zeige dir mein Paradies". (lmd/dpa)

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