Mittwoch, 21. Februar 2018

KURZMELDUNGEN

Kampf gegen Türkei: Syriens Regierung rückt in Kurden-Region ein

Erste syrische Regierungskräfte sind in das von Kurden kontrollierte Gebiet Afrin im Nordwesten des Bürgerkriegslandes eingerückt. Der regierungsnahe Kanal Al-Mayadeen zeigte am Dienstag Bilder, wie mehrere Wagen mit Kämpfern einen Kontrollpunkt passierten. Damit wird ein Abkommen der Kurdenmiliz YPG und der syrischen Regierung umgesetzt. Die Kurden wollen so einen türkischen Angriff stoppen. Afrin wird von der Kurdenmiliz YPG beherrscht. Türkische Truppen hatten vor einem Monat eine Offensive auf das Gebiet begonnen. Die Türkei sieht in der YPG den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie. (mst/dpa)

Bundeswehr: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Gewaltmarsch in Pfullendorf

Wegen möglicher neuer Verfehlungen bei der Ausbildung junger Soldaten in der ohnehin skandalumwitterten Kaserne in Pfullendorf prüft die Staatsanwaltschaft die Aufnahme von Ermittlungen, wie die zuständige Behörde in Hechingen am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte SPIEGEL ONLINE berichtet, mehrere Soldaten seien bei einem Marsch zusammengebrochen. Ein Unteroffiziersanwärter sei sogar in Ohnmacht gefallen und habe ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Es werde nun geprüft, ob die Staatsanwaltschaft ermitteln müsse. Dem Bericht zufolge soll es bereits interne Ermittlungen zu dem Vorfall geben. Die Bundeswehr musste schon mehrfach in der Staufer-Kaserne in Pfullendorf ermitteln, nachdem Anfang 2017 Berichte über sadistische Praktiken und qualvolle Aufnahmeritualedie die Öffentlichkeit schockiert hatten. (klk/cht/dpa)

Jameda: Ärztin klagt erfolgreich auf Löschung aus Bewertungsportal

Das Ärztebewertungsportal Jameda muss die Daten einer Kölner Hautärztin vollständig löschen. Das entschied am Dienstag der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Sie hatte ihr Persönlichkeitsrecht verletzt gesehen und fühlte sich durch Jameda ungerecht behandelt. Ärzte können dort gegen Geld für sich werben, auch auf dem Profil nicht zahlender Ärzte. Die zahlenden Mediziner sind auf ihrem Profil hingegen vor Einblendungen der Konkurrenz geschützt. Jameda habe die für Bewertungsportale gebotene Neutralität verlassen, weil es mit seinem Geschäftsmodell die für Werbung bezahlenden Ärzte begünstige, sagten die BGH-Richter. Die Entscheidung könnte auch andere Bewertungsportale betreffen.  (hue/dpa)

Unicef-Bericht: 2,6 Millionen Babys sterben jährlich weltweit im ersten Monat

Babys in Pakistan, der Zentralafrikanischen Republik und Afghanistan haben nach Angaben des Kinderhilfswerks der UN die schlechtesten Überlebenschancen weltweit. Das geht aus einem am Dienstag vorgestellten Bericht hervor. In Pakistan stirbt demnach statistisch gesehen eines von 22 Neugeborenen in seinem ersten Lebensmonat. Jährlich sterben in diesem Zeitraum laut Unicef weltweit 2,6 Millionen Babys. Hauptgründe für den Tod von Neugeborenen sind laut Unicef Frühgeburt und Probleme bei der Geburt selbst, Lungen- und Hirnhautentzündungen sowie die als Blutvergiftung bekannte Sepsis. Deutschland liegt in dem Ranking von 184 Ländern gemeinsam mit Griechenland auf dem zwölften Platz: Dort stirbt statistisch gesehen eines von 435 Babys. (hue/dpa)

Missbrauch im britischen Fußball: 31 Jahre Haft für Ex-Jugendtrainer Bennell

Der frühere englische Jugendfußballtrainer Barry Bennell ist wegen sexuellen Missbrauchs zu 31 Jahren Haft verurteilt worden. Das entschied ein Gericht in Liverpool am Montag. In der vergangenen Woche hatten die Richter den 64-jährigen Bennell in insgesamt 43 Fällen schuldig gesprochen. Sieben weitere Anklagepunkte hatte der ehemalige Coach von Crewe Alexandra und Manchester City selbst zugegeben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Bennell in den Jahren 1979 und 1991 zwölf Jungen im Alter von 8 bis 15 Jahren missbrauchte. Bennell war im Herbst 2016 in die Schlagzeilen geraten, nachdem der frühere Fußballprofi Andy Woodward in der britischen Tageszeitung "Guardian" schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben hatte. (hue/dpa)

Neuer Trainer: Labbadia übernimmt beim VfL Wolfsburg

Bruno Labbadia ist neuer Trainer des VfL Wolfsburg. Einen Tag nach dem Rücktritt von Martin Schmidt hat der abstiegsbedrohte Verein einen Nachfolger gefunden. "Ich fühle mich gut und ausgeruht und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit meiner neuen Mannschaft", sagte Labbadia, dessen Vertrag bis zum Sommer 2019 laufen wird. Der neue Trainer hat Erfahrung im Abstiegskampf: Vor drei Jahren bewahrte der 52-Jährige den Hamburger SV mit einer Aufholjagd vor dem fast sicheren Abstieg. Neben dem HSV trainierte Labbadia in der Bundesliga noch Bayer Leverkusen und den VfB Stuttgart. Seinen erstes Pflichtspiel mit dem VfL Wolfsburg bestreitet er an diesem Freitagabend bei Mainz 05. (klk/chw/dpa)

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