Mittwoch, 17. Januar 2018

KURZMELDUNGEN

Weniger Asylsuchende: Knapp 190.000 Anträge im Jahr 2017

Die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Die Behörden registrierten 186.644 Asylsuchende. Das teilte das Bundesinnenministerium mit. 2016 waren noch etwa 280.000 und im Jahr zuvor rund 890.000 asylsuchende Menschen nach Deutschland gekommen. Die Zahl der Altfälle sei von etwa 433.000 zu Beginn 2017 auf etwa 68.000 anhängige Verfahren zurückgeführt worden, sagte Innenminister Thomas de Maizière (CDU). Das ist ungefähr der Stand von Mitte 2013. "Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist nicht mehr mit dem Bewältigen der Folgen der Krise beschäftigt", sagte de Maizière weiter. Vielmehr könne sich die Behörde nun "den Aufgaben der Zukunft zuwenden". (lek/aev/dpa)

Exportüberschuss: Deutschland hat den größten

Mit einer Bilanz von 287 Milliarden Dollar hat Deutschland im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge den weltweit größten Exportüberschuss erzielt. Den zweiten Platz belegte Japan mit 203 Milliarden Dollar Überschuss. Das verkündete das Ifo-Institut. China lag im Ranking an dritter Stelle (rund 135 Milliarden Dollar). Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU-Kommission sehen Deutschlands hohe Überschüsse als stabilitätsgefährdend, auch US-Präsident Trump äußerte sich kritisch. Hauptabnehmer deutscher Waren waren 2017 die EU und die USA. (dpa/klk)

Brexit: Tusk und Juncker bieten Großbritannien EU-Verbleib an

EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker haben Großbritannien einen Verbleib in der Europäischen Union angeboten. Falls die Briten ihre Meinung änderten, seien "unsere Herzen weiter offen für sie", sagte Tusk. Juncker sagte, er hätte es nicht gern, dass in London überhört werde, "dass unsere Tür nach wie vor offen steht". Tusk warnte aber auch: Falls die britische Regierung die EU weiterhin verlassen wolle, "dann wird der Brexit im März nächsten Jahres Wirklichkeit werden, mit all seinen negativen Konsequenzen". Die Antwort der britischen Premierministerin kam schnell: Großbritannien werde die Europäische Union verlassen, stellte ein Sprecher von Theresa May klar. (lek/aev/dpa)

Kosovo: Serbischer Politiker Ivanovic erschossen

Der serbische Politiker Oliver Ivanovic ist vor seinem Büro in der Stadt Mitrovica erschossen worden. Das berichteten ein Vertreter seiner Partei und sein Anwalt. Der 64-jährige Ivanovic wurde demnach am Dienstagmorgen von Kugeln getroffen, die von einem Auto aus abgefeuert wurden. Wiederbelebungsversuche im Krankenhaus blieben nach Angaben seines Anwalts erfolglos. Ivanovic zählte den wichtigsten Politikern im Kosovo: Er war ein früherer serbischer Staatssekretär und hochrangiger Vertreter der serbischen Minderheit im Norden der ehemaligen serbischen Provinz Kosovo, die 2008 ihre Unabhängigkeit erklärt hatte. (eaz/als)

Baden-Württemberg: Dutzende Kinder bei Schulbus-Unfall verletzt

In Eberbach in Baden-Württemberg hat sich ein Unfall mit einem Schulbus ereignet. Dabei wurden 43 Kinder im Alter von 9 bis 15 Jahren verletzt, mindestens fünf von ihnen schwer, wie die Polizei mitteilte. Bei fünf oder sechs Kindern könne Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Rettungshubschrauber brachten die Verletzten in mehrere Krankenhäuser. Das vollbesetzte Fahrzeug war am Morgen wohl aus einer Kurve geraten, ungebremst gegen mehrere Fahrzeuge und danach frontal gegen die Hauswand eines Elektrofachgeschäfts gefahren. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 48 Menschen verletzt, darunter der Busfahrer und der Fahrer eines Kleintransporters. (klk/dpa)

Sprachkritik: "Alternative Fakten" ist Unwort des Jahres 2017

"Alternative Fakten" lautet das Unwort des Jahres 2017. Die Bezeichnung sei "der verschleiernde und irreführende Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen", erklärte die Jury in Darmstadt. Kellyanne Conway, Beraterin von US-Präsident Donald Trump, hatte den Begriff im vergangenen Jahr berühmt gemacht: Sie rechtfertigte damit Trumps Behauptung, bei seiner Amtseinführung mehr Publikum gehabt zu haben als sein Vorgänger Barack Obama, obwohl es Fotos gab, die das Gegenteil belegten. (lek/hpi/dpa)

Australian Open: Kerber, Petkovic und Zverev erreichen zweite Runde

Angelique Kerber hat bei den Australian Open einen souveränen Auftaktsieg gefeiert. Die 29-jährige Tennisspielerin entschied das deutsche Duell mit Anna-Lena Friedsam 6:0, 6:4 für sich und erreichte damit den zehnten Erfolg in Serie. Nun trifft Kerber auf die Kroatin Donna Vekic. Auch Andrea Petkovic setzte sich durch und besiegte die Tschechin Petra Kvitová 6:3, 4:6, 10:8. Ausgeschieden sind Carina Witthöft und Tatjana Maria.Bei den Männern gewann der Weltranglistenvierte Alexander Zverev 6:1, 7:6 (7:5), 7:5 gegen den Italiener Thomas Fabbiano und spielt nun in einem deutschen Duell gegen Peter Gojowczyk. Auch Maximilian Marterer und Jan-Lennard Struff erreichten Runde zwei. Mischa Zverev gab in seinem Auftakt-Match wegen Problemen mit dem linken Schlagarm während des zweiten Satzes auf. (lek/dpa)

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