Nur, was heute wichtig ist

KURZMELDUNGEN

Nordkorea: Außenminister wertet Trumps Worte als Kriegserklärung

Nordkorea wertet die jüngsten verbalen Angriffe von US-Präsident Donald Trump als Kriegserklärung. Das Land behalte sich vor, US-Bomber abzuschießen, sagte der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho. "Die ganze Welt sollte sich daran erinnern, dass die USA dem Land zuerst den Krieg erklärt haben", sagte Ri Yong Ho in New York. Seither beanspruche das Land für sich "jedes Recht Gegenmaßnahmen zu ergreifen und auch strategische US-Bomber abzuschießen, selbst wenn sich diese nicht in unserem Luftraum befinden." "Die Frage, wer nicht mehr länger da sein wird, wird dann beantwortet", sagte der Minister. Trump hatte zuvor Ri Yong Hos Rede vor der Uno-Vollversammlung auf Twitter mit den Worten kommentiert: "Wenn er die Gedanken des 'Kleinen Raketen Mannes' wiedergibt, dann werden sie nicht mehr lange da sein." Nordkorea und die USA liefern sich bereits seit Tagen einen verbalen Schlagabtausch. Die USA schickten auch Langstreckenbomber in den internationalen Flugraum östlich des abgeschotteten Landes. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte etwa gesagt, er werde "den geistig umnachteten Amerikaner endgültig mit Feuer bändigen". Er antwortete damit auf Trumps Uno-Rede, in der dieser mit "völliger Zerstörung" Nordkoreas gedroht hatte, sollte das Land seine Atompolitik nicht beenden. (apr/dpa)

Flugverkehr: Air Berlin stellt Langstreckenflüge ab Mitte Oktober ein

Am 15. Oktober stellt Air Berlin das Langstreckenangebot vollständig ein. Als Grund nannte die insolvente Fluggesellschaft, die Leasingfirmen zögen nach und nach ihre Airbus A330-Jets zurück. Zehn ihrer 17 Langstreckenmaschinen hatte Air Berlin schon am Wochenende zurückgeben müssen. Wer einen der stornierten Flüge direkt bei Air Berlin gebucht hat, hat nur wenig Chancen, sein Geld zurückzubekommen. Zwar können die Käufer ihre Forderungen im Insolvenzverfahren anmelden, doch zunächst haben andere Gläubiger Vorrang. (abl/dpa)

Referendum im Irak: Erdogan droht Kurden mit Öl-Blockade

Während im kurdisch regierten Nordirak eine Abstimmung über die Loslösung von Bagdad läuft, hat der türkische Präsident seine Ablehnung der Volksabstimmung mit harschen Worten untermauert. Die Unabhängigkeit der Kurden sei nicht hinnehmbar und eine Frage des Überlebens, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Um den Druck auf die Region zu erhöhen, droht er damit, die Pipeline-Verbindungen zu kappen. Die Türkei ist der wichtigste Handelspartner der irakischen Kurden, die zum Export ihres Erdöls auf die Pipeline angewiesen sind. Die Wahllokale schließen um 18 Uhr Ortszeit (17 Uhr mitteleuropäischer Zeit). (ls/dpa)

Justizreform in Polen: Mehr Macht für Präsident Duda

Polens Präsident Andrzej Duda hat Gegenvorschläge für die umstrittene Justizreform der Regierung gemacht und eine Verfassungsänderung vorgeschlagen. Der Präsident präsentierte seinen Entwurf, mit dem die Regierung weniger Einfluss bei der Ernennung von Richtern hätte und stattdessen die Position des Präsidenten stärker würde. Dudas Gesetzentwurf sieht nun vor, dass eine Zweidrittelmehrheit für die Wahl der Richter im Landesjustizrat KRS notwendig ist, damit sie nicht nur von einer Partei gewählt werden können. Wenn sich das Parlament jedoch nicht innerhalb von zwei Monaten auf einen Richter einigen kann, soll der Präsident selbst die Richter wählen. (ls/dpa)

Krimkrise: Uno wirft Russland schwere Menschenrechtsverletzungen vor

Die Vereinten Nationen haben Russland schwere Menschenrechtsverletzungen auf der annektierten Krim-Halbinsel vorgeworfen. Es sei unter anderem zu willkürlichen Festnahmen, Misshandlungen und Folter sowie mindestens in einem Fall zur Vollstreckung einer Todesstrafe ohne Gerichtsverfahren gekommen, hieß es in einem Bericht des Uno-Menschenrechtskommissars Zeid Ra'ad al-Hussein. Außerdem sei den Einwohnern der ursprünglich zur Ukraine gehörenden Krim die russische Staatsbürgerschaft aufgezwungen und Häftlinge nach Russland abgeschoben worden. Die Menschenrechtsverletzungen gingen auf "staatliche russische Akteure" zurück. (apr/SPIEGEL ONLINE)

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